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CPO Zkar Buteo kommt zur Sternenflotte

Friederike M
friederike.m@friederike-m
6 Beiträge
Kadetten
#1 · 13. April 2026, 20:42
Zitat von friederike.m am 13. April 2026, 20:42 Uhr

Titel:  Am Anfang steht Verrat

<RPG>

Type: Backgroundstory

#Ort: USS Vanderbilt

#Zeit: 2409

Der Raum war kahl und spartanisch eingerichtet. Eine typische Arrestzelle der Sternenflotte. Zwei Liegeflächen, eine Sanitärecke, ein Energiegitter. Dennoch eben Sternenflotten-Standard: sauber und hell. Skar hatte schon deutlich schlechter übernachtet.

Direkt neben an war der Verhörraum. Im gleichen, nüchternen Sternenflotten Design eingerichtet, nur noch spartanischer. Ein Tisch, zwei Stühle. Einzige Ausnahme war der Becher mit dampfenden Raktajino in seinen Händen.

Er trank einen Schluck daraus und schaute über den Rand hinweg zu dem Agenten, der ihm gegenüber saß. Ein Halbferengi, was an sich schon überraschend war, aber noch dazu recht kompetent in seinem Job, was Zkar noch mehr überraschte. Seine Meinung von der Sternenflotte war nicht besonders hoch und er traute ihnen nicht. Aber dieser Agent hier verstand was von seinem Handwerk. Immer wieder fragte er ihn nach dem Ablauf der Ereignisse, die Fragen dabei immer wieder anders formuliert. Ziel seiner Taktik, Unstimmigkeiten auszumachen. Zwischendurch schnitt er mal ein anderes Thema an, aber letztlich kam er immer wieder auf die Grundfrage zurück: hatte Zkar an den Verletzungen des anderen Agenten Schuld oder nicht?

Zkar erkannte das Spielchen und es fiel ihm nicht schwer, bei seiner Geschichte zu bleiben. Es war immerhin die Wahrheit.

„Ich sag's Ihnen gern noch einmal, Agent Nilknar. Ich hatte den Auftrag, mich mit Ihrem Kollegen zu treffen.“

„Der Auftrag kam von...?“

Zkar lehnte sich in seinem Stuhl zurück und lächelte.

„Shavira Thal'Zor, Herrin des aufsteigenden Nebels, erste Erbin des Verborgenen Hauses und neue Anführerin des Hauses Zorath.“ Dies war nun wirklich kein Geheimnis.

„Woher wussten Sie, dass er für die Sternenflotte arbeitete?“ fragte der Halbferengi und kräuselte seine geriffelte Nase, was irgendwie komisch wirkte. „Er war verdeckt auf New Axton unterwegs.“

„Dann war er es nicht besonders gut.“ lachte Zkar. „Keine Ahnung, woher Shavira das wusste. Sie hat mich nicht eingeweiht. Ich sollte ihn lediglich treffen und eine Nachricht übermitteln.“

„Und die Nachricht war?“

„Dass das Haus Zorath offen für Gespräche mit der Sternenflotte ist.“

„Waren Sie allein bei dem Treffen?“

Zkar seufzte. „Bei Khar'zekhs Schatten, das habe ich Ihnen schon drei Mal erzählt.“ Vielleicht schlug die Taktik doch an. Er war langsam genervt.

„Erzählen Sie es noch einmal, bitte.“ Der Agent lächelte. „Meiner kleinen Ohren zu liebe.“

Zkar schnaubte. Immerhin hatte der Sternenflotten-Gnom Humor.

„Nein, ich war nicht allein. Kaelis Thal'Zor, Shaviras Bruder, und Rethan Zorath haben mich begleitet.“

„Was passierte dann?“

„Wir trafen uns. Wir sprachen miteinander. Und dann hat Ihr Kollege in dieser Kopfgeldjäger-Verkleidung nicht gesehen, wo er hin läuft, ist gestolpert und hat sich beinahe selbst aufgespießt.“

„Wo waren Sie zu dem Zeitpunkt?“

„Neben ihm. Und wäre ich das nicht gewesen, hätte er auch Erfolg gehabt. Danach habe ich Kaelis und Rethan zurück geschickt, Ihren Kollegen zu seinem Marauder geschleppt und das Shuttle aus dem Orbit von New Axton gesteuert.“

„Und Sie haben das Notsignal abgesetzt?“

„So war es. Ihr Kollege war ja kaum in der Lage dazu.“ Zkar seufzte noch einmal und setzte sich wieder auf. „Wann kann ich hier raus und wieder nach Hause?“

„Bald.“ Der Halbferengi lächelte. „Ich werde Ihre Geschichte erst bestätigen müssen.“

Damit erhob sich der Agent und verließ den Raum. In der Tür drehte er sich noch einmal um. „Noch einen Raktajino, Mr. Buteo?“

Zkar zuckte die Schultern. „Klar, warum nicht.“

 

#Ort: Verhörraum, Sicherheitsbereich, USS Vanderbilt

#Zeit: einen Tag später

Da waren sie wieder. Zkar, der Halbferengi und der Tisch zwischen ihnen. Das Spiel konnte von Neuem beginnen. Doch der SFI-Agent hatte eine Überraschung für ihn.

„Ich hab eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie, Mr. Buteo.“ eröffnete der Agent den Reigen. „Welche wollen Sie zuerst?“

Zkar nahm einen Schluck Kaffee. „Zuerst die Gute. Ich kann hier raus?“

Agent Nilknar nickte. „Sie dürfen, ja. Mein Kollege ist aus dem Koma erwacht und hat die Abläufe bestätigt. Er bedankt sich außerdem für Ihre Hilfe.“

„Er hat's überlebt? Glückwunsch!“ Zkar stellte die Tasse ab und wollte sich erheben.

„Nicht... so voreilig.“ Der Halbferengi hob eine Hand. „Sie haben die schlechte Nachricht vergessen.“

„Sie haben kein Shuttle für mich? Kein Problem. Setzen Sie mich am nächsten Außenposten ab. Ich trampe.“ Zkar grinste zuversichtlich. Er fand immer zurück.

„Sind Sie sicher, dass Sie das wollen?“ fragte Nilknar leise.

„Aber natürlich.“ schoss es aus Zkar heraus, dann stutze er. „Wieso fragen Sie?“

„Nun, es macht den Eindruck, als wenn sie Zuhause nicht mehr sehr willkommen sind.“

Zkar schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Was soll das heißen?“

„Wir... haben Informationen aufgeschnappt, nach denen auf Sie ein Kopfgeld ausgesetzt wurde.“ Erst jetzt fiel Zkar das Padd auf, das der Agent in seinen Händen drehte.

„Ein Kopfgeld! Von wem?“

„Dem Haus Zorath.“

Zkar schob das Kinn vor, blickte den Halbferengi trotzig an und nahm wieder Platz.

„Sie lügen!“

Der Agente lachte auf, das erste Mal, seit er hier war. „Warum sollte ich das tun?“

„Weil Sie noch mehr Informationen von mir wollen. Und Sie denken, die gebe ich Ihnen, wenn ich keinen Grund mehr habe, mein Haus zu schützen.“

„Gedacht wie ein Agent.“ nickte Nilknar anerkennend. „Das hätte ich vielleicht probiert, aber es ist wahr.“

„Das funktioniert nicht bei mir!“ stellte Zkar bestimmt klar. „Ich habe Shavira meine Loyalität geschworen und die hintergeh ich nicht.“

„Diese Loyalität scheint einseitig zu sein.“ Der Agent schaute wieder auf das Padd.

„Ich will es sehen!“ Zkar streckte fordernd die Hand aus. „Mit eigenen Augen.“

Der Halbferengi zögerte, dann zuckte er mit den Schultern und reichte Zkar das Padd.

Zkar überflog die offene Datei.

„Zhak!“ fluchte er leise. Dann warf er das Padd auf den Tisch. „Wer sagt, dass das echt ist? Das kann genauso gut eine Täuschung sein.“

Nilknar schob das Padd langsam zu ihm zurück. „Bitte, prüfen Sie es selbst.“

Zkar nahm es, immer noch misstrauisch, wieder in die Hand.

„Ich überlass es Ihnen. Wir können morgen weiter reden.“ Damit verließ der Agent den Raum und gab dem Sicherheitsoffizier, der draußen Wache stand, ein Zeichen, den nun Nicht-mehr-Gefangenen in eins der Gästequartiere um zu siedeln.

</RPG>

<SUM>

- Zkar wird von der USS Vanderbilt aufgegriffen und durch einen Agenten des SFI verhört; dabei erfährt er, dass ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde... von seinen eigenen Leuten.

</SUM>

submitted by Friederike

aka CPO Zkar Buteo – stllv FLG USS Artemis in Spe


Titel:  Am Anfang steht Verrat

<RPG>

Type: Backgroundstory

#Ort: USS Vanderbilt

#Zeit: 2409

Der Raum war kahl und spartanisch eingerichtet. Eine typische Arrestzelle der Sternenflotte. Zwei Liegeflächen, eine Sanitärecke, ein Energiegitter. Dennoch eben Sternenflotten-Standard: sauber und hell. Skar hatte schon deutlich schlechter übernachtet.

Direkt neben an war der Verhörraum. Im gleichen, nüchternen Sternenflotten Design eingerichtet, nur noch spartanischer. Ein Tisch, zwei Stühle. Einzige Ausnahme war der Becher mit dampfenden Raktajino in seinen Händen.

Er trank einen Schluck daraus und schaute über den Rand hinweg zu dem Agenten, der ihm gegenüber saß. Ein Halbferengi, was an sich schon überraschend war, aber noch dazu recht kompetent in seinem Job, was Zkar noch mehr überraschte. Seine Meinung von der Sternenflotte war nicht besonders hoch und er traute ihnen nicht. Aber dieser Agent hier verstand was von seinem Handwerk. Immer wieder fragte er ihn nach dem Ablauf der Ereignisse, die Fragen dabei immer wieder anders formuliert. Ziel seiner Taktik, Unstimmigkeiten auszumachen. Zwischendurch schnitt er mal ein anderes Thema an, aber letztlich kam er immer wieder auf die Grundfrage zurück: hatte Zkar an den Verletzungen des anderen Agenten Schuld oder nicht?

Zkar erkannte das Spielchen und es fiel ihm nicht schwer, bei seiner Geschichte zu bleiben. Es war immerhin die Wahrheit.

„Ich sag's Ihnen gern noch einmal, Agent Nilknar. Ich hatte den Auftrag, mich mit Ihrem Kollegen zu treffen.“

„Der Auftrag kam von...?“

Zkar lehnte sich in seinem Stuhl zurück und lächelte.

„Shavira Thal'Zor, Herrin des aufsteigenden Nebels, erste Erbin des Verborgenen Hauses und neue Anführerin des Hauses Zorath.“ Dies war nun wirklich kein Geheimnis.

„Woher wussten Sie, dass er für die Sternenflotte arbeitete?“ fragte der Halbferengi und kräuselte seine geriffelte Nase, was irgendwie komisch wirkte. „Er war verdeckt auf New Axton unterwegs.“

„Dann war er es nicht besonders gut.“ lachte Zkar. „Keine Ahnung, woher Shavira das wusste. Sie hat mich nicht eingeweiht. Ich sollte ihn lediglich treffen und eine Nachricht übermitteln.“

„Und die Nachricht war?“

„Dass das Haus Zorath offen für Gespräche mit der Sternenflotte ist.“

„Waren Sie allein bei dem Treffen?“

Zkar seufzte. „Bei Khar'zekhs Schatten, das habe ich Ihnen schon drei Mal erzählt.“ Vielleicht schlug die Taktik doch an. Er war langsam genervt.

„Erzählen Sie es noch einmal, bitte.“ Der Agent lächelte. „Meiner kleinen Ohren zu liebe.“

Zkar schnaubte. Immerhin hatte der Sternenflotten-Gnom Humor.

„Nein, ich war nicht allein. Kaelis Thal'Zor, Shaviras Bruder, und Rethan Zorath haben mich begleitet.“

„Was passierte dann?“

„Wir trafen uns. Wir sprachen miteinander. Und dann hat Ihr Kollege in dieser Kopfgeldjäger-Verkleidung nicht gesehen, wo er hin läuft, ist gestolpert und hat sich beinahe selbst aufgespießt.“

„Wo waren Sie zu dem Zeitpunkt?“

„Neben ihm. Und wäre ich das nicht gewesen, hätte er auch Erfolg gehabt. Danach habe ich Kaelis und Rethan zurück geschickt, Ihren Kollegen zu seinem Marauder geschleppt und das Shuttle aus dem Orbit von New Axton gesteuert.“

„Und Sie haben das Notsignal abgesetzt?“

„So war es. Ihr Kollege war ja kaum in der Lage dazu.“ Zkar seufzte noch einmal und setzte sich wieder auf. „Wann kann ich hier raus und wieder nach Hause?“

„Bald.“ Der Halbferengi lächelte. „Ich werde Ihre Geschichte erst bestätigen müssen.“

Damit erhob sich der Agent und verließ den Raum. In der Tür drehte er sich noch einmal um. „Noch einen Raktajino, Mr. Buteo?“

Zkar zuckte die Schultern. „Klar, warum nicht.“

 

#Ort: Verhörraum, Sicherheitsbereich, USS Vanderbilt

#Zeit: einen Tag später

Da waren sie wieder. Zkar, der Halbferengi und der Tisch zwischen ihnen. Das Spiel konnte von Neuem beginnen. Doch der SFI-Agent hatte eine Überraschung für ihn.

„Ich hab eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie, Mr. Buteo.“ eröffnete der Agent den Reigen. „Welche wollen Sie zuerst?“

Zkar nahm einen Schluck Kaffee. „Zuerst die Gute. Ich kann hier raus?“

Agent Nilknar nickte. „Sie dürfen, ja. Mein Kollege ist aus dem Koma erwacht und hat die Abläufe bestätigt. Er bedankt sich außerdem für Ihre Hilfe.“

„Er hat's überlebt? Glückwunsch!“ Zkar stellte die Tasse ab und wollte sich erheben.

„Nicht... so voreilig.“ Der Halbferengi hob eine Hand. „Sie haben die schlechte Nachricht vergessen.“

„Sie haben kein Shuttle für mich? Kein Problem. Setzen Sie mich am nächsten Außenposten ab. Ich trampe.“ Zkar grinste zuversichtlich. Er fand immer zurück.

„Sind Sie sicher, dass Sie das wollen?“ fragte Nilknar leise.

„Aber natürlich.“ schoss es aus Zkar heraus, dann stutze er. „Wieso fragen Sie?“

„Nun, es macht den Eindruck, als wenn sie Zuhause nicht mehr sehr willkommen sind.“

Zkar schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Was soll das heißen?“

„Wir... haben Informationen aufgeschnappt, nach denen auf Sie ein Kopfgeld ausgesetzt wurde.“ Erst jetzt fiel Zkar das Padd auf, das der Agent in seinen Händen drehte.

„Ein Kopfgeld! Von wem?“

„Dem Haus Zorath.“

Zkar schob das Kinn vor, blickte den Halbferengi trotzig an und nahm wieder Platz.

„Sie lügen!“

Der Agente lachte auf, das erste Mal, seit er hier war. „Warum sollte ich das tun?“

„Weil Sie noch mehr Informationen von mir wollen. Und Sie denken, die gebe ich Ihnen, wenn ich keinen Grund mehr habe, mein Haus zu schützen.“

„Gedacht wie ein Agent.“ nickte Nilknar anerkennend. „Das hätte ich vielleicht probiert, aber es ist wahr.“

„Das funktioniert nicht bei mir!“ stellte Zkar bestimmt klar. „Ich habe Shavira meine Loyalität geschworen und die hintergeh ich nicht.“

„Diese Loyalität scheint einseitig zu sein.“ Der Agent schaute wieder auf das Padd.

„Ich will es sehen!“ Zkar streckte fordernd die Hand aus. „Mit eigenen Augen.“

Der Halbferengi zögerte, dann zuckte er mit den Schultern und reichte Zkar das Padd.

Zkar überflog die offene Datei.

„Zhak!“ fluchte er leise. Dann warf er das Padd auf den Tisch. „Wer sagt, dass das echt ist? Das kann genauso gut eine Täuschung sein.“

Nilknar schob das Padd langsam zu ihm zurück. „Bitte, prüfen Sie es selbst.“

Zkar nahm es, immer noch misstrauisch, wieder in die Hand.

„Ich überlass es Ihnen. Wir können morgen weiter reden.“ Damit verließ der Agent den Raum und gab dem Sicherheitsoffizier, der draußen Wache stand, ein Zeichen, den nun Nicht-mehr-Gefangenen in eins der Gästequartiere um zu siedeln.

</RPG>

<SUM>

- Zkar wird von der USS Vanderbilt aufgegriffen und durch einen Agenten des SFI verhört; dabei erfährt er, dass ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde... von seinen eigenen Leuten.

</SUM>

submitted by Friederike

aka CPO Zkar Buteo – stllv FLG USS Artemis in Spe

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Friederike M
friederike.m@friederike-m
6 Beiträge
ThemenerstellerKadetten
#2 · 1. Mai 2026, 20:48
Zitat von friederike.m am 1. Mai 2026, 20:48 Uhr

Titel: Point of no return

<RPG>

#Ort: Gästequartier, USS Vanderbilt

#Zeit: 2409

„Kesh. Shavira?“ Zkar schaute auf das Padd, wo sich gerade eine gesicherte Verbindung aufbaute. Es war nicht schwer gewesen, das Sicherheitsprotokoll der Sternenflotte zu knacken und die private Frequenz zu aktivieren, die er und Shavira schon in der Vergangenheit für eher 'private' Unterhaltungen genutzt hatten.

[Kesh. Zkar? Bis du das?] erschien das leicht verzerrte Bild der jungen Orionerin. [Wo bist du?]

„Wo wohl? Auf einem Schiff der Sternenflotte, wo ich den verletzten Agenten hin gebracht habe. Haben Kaelis und Rethan es dir nicht erzählt?“ aufgebracht fuhr sich Zkar durch die weißen Zotteln.

[Doch, doch. Kaelis hat mir alles erzählt.] antwortete Shavira Thal'Zor vorsichtig.

„Und warum hast du dann ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt?“ fragte er nahezu ungläubig.

[Das war ich nicht, Zkar. Das war mein Vater.]

„Aber wieso?“ Zkar musste sich zusammen nehmen, dass er nicht das Padd anbrüllte.

[Kaelis hat sich verplappert. Als sie ohne dich zurück kamen. Rethan hat versucht es zu retten. Aber im Nu ging das Gerücht herum, dass du zur Sternenflotte übergelaufen wärst. Ich konnte nicht viel machen.] Shavira zuckte entschuldigend mit den Schultern.

[Ich konnte meinem Vater doch nicht erzählen, dass ich dich und Kaelis los geschickt habe.]

„Aber das hast du! Es war dein Wunsch. Ich war loyal!“

[Ja, ich weiß. Und ich will die Zeiten für unser Haus ändern. Aber der Clan ist noch nicht soweit.] kam es nun fast genauso verzweifelt von der Grünhäutigen.

„Und jetzt?! Was soll ich jetzt machen, Shavira? Ich kann nicht zurück. Meine Eltern...“ Ein ganz anderer Schreck fuhr ihm plötzlich durch die Glieder. „Meine Eltern! Sie werden sie wie Verräter behandeln.“

[Das werde ich nicht zulassen, Zkar. Sie stehen unter meinem persönlichen Schutz und ich werde für sie sorgen. Ich verspreche es!] Sie nickte bekräftigend und er erwiderte ihr Nicken.

„Ich habe meinen Schwur nicht gebrochen.“ bemerkte er mit hängendem Kopf, als ihm klar wurde, dass sein bisheriges Leben mit einem Schlag vorbei war. „Aber du schickst mich in die Verbannung.“

[Ich weiß und es tut mir leid. Es wird der Tag kommen, da deine Loyalität bekannt und die Geschichte von deinem großen Dienst am Haus Thal'Zor erzählt werden wird. Doch der Tag ist nicht heute.] schüttelte Shavira bedauernd den Kopf.

„Ich hab es für dich getan, Shavira.“ meinte Zkar eindringlich zu dem vertrauten Gesicht im Bildschirm.

[Und ich werde es nie vergessen.]

„Blut bindet uns...“

[Wille wählt uns...]

„Und ich wähle dich...“

[Immer.] Die Orionerin lächelte und streckte die Hand nach Zkar aus. Eine Geste, die Zkar am Padd wiederholte. [Ath’zor ven’thal, Zkar. Dein Name ist bei mir sicher.]

„Ath'zor ven.“ antwortet Zkar und ließ seine Hand sinken.

[Pass auf dich auf...] Ein letztes wehmütiges Lächeln erreichte ihn, dann brach die Verbindung ab.

Es war besiegelt.

 

# Ort: USS Vanderbilt, Gästequartier

# Zeit: nächster Tag

Nach seinem vernichtenden Gespräch mit Shavira hatte Zkar versucht, sich mit synthetischem Ale aus dem Replikator zu betrinken... mit mäßigem Erfolg.

Der Caf am morgen war da schon die bessere Wahl gewesen. Nun war er gerade dabei, die Sicherheitsprotokolle von seinem 'Anruf' vom Padd des Agenten zu löschen – denn sicher wollte er es wieder haben – als das Piepen der Tür einen Besucher anmeldete.

Überrascht drehte Zkar sich um und ging, als er die Quelle des Piepen ausgemacht hatte, zur Tür hinüber und drückte auf die blinkende Taste daneben. Mit einem für Sternenflottler bekannten Zischen öffnete sich das Schott und der Halbferengi erschien auf der anderen Seite.

„Guten Morgen, Mr. Buteo. Ich hoffe, Sie haben besser geschlafen.“

// Besser als was? // dachte sich Zkar und trat einen Schritt zur Seite, um ihn einzulassen. „Nicht wirklich.“

„Ich kann mir vorstellen, dass die Nachricht vom Kopfgeld nicht sehr angenehm war.“ versuchte der Agent es wohl auf die mitfühlende Art.

„Gelinde gesagt.“ erwiderte Zkar und schritt in die Mitte des Raums, eh er sich wieder zu ihm umdrehte. „Lassen Sie uns gleich auf den Punkt kommen. Ich kann nicht mehr zurück. Sie wissen es. Ich weiß es. Darum hier ein Angebot.“

Er hatte seit seinem Gespräch mit Shavira tatsächlich kaum was anderes getan, als darüber nachzudenken, wie er aus der Nummer nun wieder raus kam.

„Ein Angebot?“ wiederholte Nilknar mit geriffelter Nase. „Ich bin ganz Ohr.“

„Sie wollten doch die ganze Zeit schon Informationen von mir. Schmuggelrouten, Versorgungsdepots, korrupte Handelsstationen... Ich geb' Ihnen, was Sie wollen. Dafür beschaffen Sie mir eine neue Identität. Und genug Latinum, damit ich mich irgendwo sicher absetzen kann.“ Zkar verschränkte die Arme vor der Brust und wartete ab.

„Hm.“ Der Halbferengi lauschte aufmerksam und lächelte anschließend leicht. So als wenn er dem Vorschlag jeden Augenblick uneingeschränkt zustimmen würde. Es vergingen ein, zwei Sekunden, dann wurde das Lächeln breiter und wäre er ein Vollblut-Ferengi gewesen, hätte man seine spitzen Zähne sehen können.

„Ich kann Ihre Position in der Tat verstehen, Mr. Buteo.“ Und das meinte Nilknar durchaus ernst, war er zu seiner Anfangszeit als Agent in einer nicht unähnlichen Situation gewesen. „Ein Gegenvorschlag meinerseits: Wir bringen Sie in der Sternenflotte unter - wo Sie kaum einem Mitglied Ihres Clans begegnen werden – und geben Ihnen somit nicht nur eine Identität als Föderationsbürger - der Sie derzeit nicht sind - sondern auch einen Job. Im Gegenzug helfen Sie uns gelegentlich bei aufkommenden Fragen, sagen wir rund um die Themengebiete Schmuggel, Netzwerke und das Orion Syndikat im Allgemeinen. Und natürlich würden wir Sie hinzuziehen, sollte erneut ein Kontakt mit dem Hause Thal'Zor zustande kommen.“

„Ich soll ein Sternenflottler werden?“ Zkars Augen weiteten sich, als wenn er ihn beleidigt hätte.

„Nun, es hat durchaus Vorteile für Sie.“ entgegnete der Agent ungerührt. „Sie müssen nicht ständig über Ihre Schulter schauen, ob jemand das Kopfgeld für Sie kassieren will und können ruhig mit beiden Augen zu schlafen. Dazu eine geregelte Versorgung und eine Aufgabe, bei der Ihnen nicht langweilig werden sollte.“

„Und Sie haben mich stets unter Kontrolle.“ ergänzte Zkar schnaubend.

„Ja.“ gab Nilknar unumwunden zu. „Das auch. Aber das können Sie uns nicht verdenken.“

Ein weiteres Schnauben kam von dem Ex-Schmuggler-ex-Clanmitglied.

„Ich schätze, ich habe keine große Wahl.“ resignierte er schließlich. Fürs Erste war es besser als Nichts.

„Nein, das fürchte ich auch.“ nickte der Agent.

„Großartig. Das wird mir entweder viel Ruhm bringen... oder sehr viel Mühe.“ lachte Zkar sarkastisch auf. „Wo muss ich unterschreiben?“

</RPG>

submitted by Friederike

aka CPO Zkar Buteo – stllv FLG USS Artemis in Spe


Titel: Point of no return

<RPG>

#Ort: Gästequartier, USS Vanderbilt

#Zeit: 2409

„Kesh. Shavira?“ Zkar schaute auf das Padd, wo sich gerade eine gesicherte Verbindung aufbaute. Es war nicht schwer gewesen, das Sicherheitsprotokoll der Sternenflotte zu knacken und die private Frequenz zu aktivieren, die er und Shavira schon in der Vergangenheit für eher 'private' Unterhaltungen genutzt hatten.

[Kesh. Zkar? Bis du das?] erschien das leicht verzerrte Bild der jungen Orionerin. [Wo bist du?]

„Wo wohl? Auf einem Schiff der Sternenflotte, wo ich den verletzten Agenten hin gebracht habe. Haben Kaelis und Rethan es dir nicht erzählt?“ aufgebracht fuhr sich Zkar durch die weißen Zotteln.

[Doch, doch. Kaelis hat mir alles erzählt.] antwortete Shavira Thal'Zor vorsichtig.

„Und warum hast du dann ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt?“ fragte er nahezu ungläubig.

[Das war ich nicht, Zkar. Das war mein Vater.]

„Aber wieso?“ Zkar musste sich zusammen nehmen, dass er nicht das Padd anbrüllte.

[Kaelis hat sich verplappert. Als sie ohne dich zurück kamen. Rethan hat versucht es zu retten. Aber im Nu ging das Gerücht herum, dass du zur Sternenflotte übergelaufen wärst. Ich konnte nicht viel machen.] Shavira zuckte entschuldigend mit den Schultern.

[Ich konnte meinem Vater doch nicht erzählen, dass ich dich und Kaelis los geschickt habe.]

„Aber das hast du! Es war dein Wunsch. Ich war loyal!“

[Ja, ich weiß. Und ich will die Zeiten für unser Haus ändern. Aber der Clan ist noch nicht soweit.] kam es nun fast genauso verzweifelt von der Grünhäutigen.

„Und jetzt?! Was soll ich jetzt machen, Shavira? Ich kann nicht zurück. Meine Eltern...“ Ein ganz anderer Schreck fuhr ihm plötzlich durch die Glieder. „Meine Eltern! Sie werden sie wie Verräter behandeln.“

[Das werde ich nicht zulassen, Zkar. Sie stehen unter meinem persönlichen Schutz und ich werde für sie sorgen. Ich verspreche es!] Sie nickte bekräftigend und er erwiderte ihr Nicken.

„Ich habe meinen Schwur nicht gebrochen.“ bemerkte er mit hängendem Kopf, als ihm klar wurde, dass sein bisheriges Leben mit einem Schlag vorbei war. „Aber du schickst mich in die Verbannung.“

[Ich weiß und es tut mir leid. Es wird der Tag kommen, da deine Loyalität bekannt und die Geschichte von deinem großen Dienst am Haus Thal'Zor erzählt werden wird. Doch der Tag ist nicht heute.] schüttelte Shavira bedauernd den Kopf.

„Ich hab es für dich getan, Shavira.“ meinte Zkar eindringlich zu dem vertrauten Gesicht im Bildschirm.

[Und ich werde es nie vergessen.]

„Blut bindet uns...“

[Wille wählt uns...]

„Und ich wähle dich...“

[Immer.] Die Orionerin lächelte und streckte die Hand nach Zkar aus. Eine Geste, die Zkar am Padd wiederholte. [Ath’zor ven’thal, Zkar. Dein Name ist bei mir sicher.]

„Ath'zor ven.“ antwortet Zkar und ließ seine Hand sinken.

[Pass auf dich auf...] Ein letztes wehmütiges Lächeln erreichte ihn, dann brach die Verbindung ab.

Es war besiegelt.

 

# Ort: USS Vanderbilt, Gästequartier

# Zeit: nächster Tag

Nach seinem vernichtenden Gespräch mit Shavira hatte Zkar versucht, sich mit synthetischem Ale aus dem Replikator zu betrinken... mit mäßigem Erfolg.

Der Caf am morgen war da schon die bessere Wahl gewesen. Nun war er gerade dabei, die Sicherheitsprotokolle von seinem 'Anruf' vom Padd des Agenten zu löschen – denn sicher wollte er es wieder haben – als das Piepen der Tür einen Besucher anmeldete.

Überrascht drehte Zkar sich um und ging, als er die Quelle des Piepen ausgemacht hatte, zur Tür hinüber und drückte auf die blinkende Taste daneben. Mit einem für Sternenflottler bekannten Zischen öffnete sich das Schott und der Halbferengi erschien auf der anderen Seite.

„Guten Morgen, Mr. Buteo. Ich hoffe, Sie haben besser geschlafen.“

// Besser als was? // dachte sich Zkar und trat einen Schritt zur Seite, um ihn einzulassen. „Nicht wirklich.“

„Ich kann mir vorstellen, dass die Nachricht vom Kopfgeld nicht sehr angenehm war.“ versuchte der Agent es wohl auf die mitfühlende Art.

„Gelinde gesagt.“ erwiderte Zkar und schritt in die Mitte des Raums, eh er sich wieder zu ihm umdrehte. „Lassen Sie uns gleich auf den Punkt kommen. Ich kann nicht mehr zurück. Sie wissen es. Ich weiß es. Darum hier ein Angebot.“

Er hatte seit seinem Gespräch mit Shavira tatsächlich kaum was anderes getan, als darüber nachzudenken, wie er aus der Nummer nun wieder raus kam.

„Ein Angebot?“ wiederholte Nilknar mit geriffelter Nase. „Ich bin ganz Ohr.“

„Sie wollten doch die ganze Zeit schon Informationen von mir. Schmuggelrouten, Versorgungsdepots, korrupte Handelsstationen... Ich geb' Ihnen, was Sie wollen. Dafür beschaffen Sie mir eine neue Identität. Und genug Latinum, damit ich mich irgendwo sicher absetzen kann.“ Zkar verschränkte die Arme vor der Brust und wartete ab.

„Hm.“ Der Halbferengi lauschte aufmerksam und lächelte anschließend leicht. So als wenn er dem Vorschlag jeden Augenblick uneingeschränkt zustimmen würde. Es vergingen ein, zwei Sekunden, dann wurde das Lächeln breiter und wäre er ein Vollblut-Ferengi gewesen, hätte man seine spitzen Zähne sehen können.

„Ich kann Ihre Position in der Tat verstehen, Mr. Buteo.“ Und das meinte Nilknar durchaus ernst, war er zu seiner Anfangszeit als Agent in einer nicht unähnlichen Situation gewesen. „Ein Gegenvorschlag meinerseits: Wir bringen Sie in der Sternenflotte unter - wo Sie kaum einem Mitglied Ihres Clans begegnen werden – und geben Ihnen somit nicht nur eine Identität als Föderationsbürger - der Sie derzeit nicht sind - sondern auch einen Job. Im Gegenzug helfen Sie uns gelegentlich bei aufkommenden Fragen, sagen wir rund um die Themengebiete Schmuggel, Netzwerke und das Orion Syndikat im Allgemeinen. Und natürlich würden wir Sie hinzuziehen, sollte erneut ein Kontakt mit dem Hause Thal'Zor zustande kommen.“

„Ich soll ein Sternenflottler werden?“ Zkars Augen weiteten sich, als wenn er ihn beleidigt hätte.

„Nun, es hat durchaus Vorteile für Sie.“ entgegnete der Agent ungerührt. „Sie müssen nicht ständig über Ihre Schulter schauen, ob jemand das Kopfgeld für Sie kassieren will und können ruhig mit beiden Augen zu schlafen. Dazu eine geregelte Versorgung und eine Aufgabe, bei der Ihnen nicht langweilig werden sollte.“

„Und Sie haben mich stets unter Kontrolle.“ ergänzte Zkar schnaubend.

„Ja.“ gab Nilknar unumwunden zu. „Das auch. Aber das können Sie uns nicht verdenken.“

Ein weiteres Schnauben kam von dem Ex-Schmuggler-ex-Clanmitglied.

„Ich schätze, ich habe keine große Wahl.“ resignierte er schließlich. Fürs Erste war es besser als Nichts.

„Nein, das fürchte ich auch.“ nickte der Agent.

„Großartig. Das wird mir entweder viel Ruhm bringen... oder sehr viel Mühe.“ lachte Zkar sarkastisch auf. „Wo muss ich unterschreiben?“

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