Cardassianer

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Cardassianer


Cardassian.png
Cardassianer
Status S02
Allgemeine Daten
Quadrant Alpha Quadrant
Klassifikation M-Klasse
Biologische Daten
Typ Humanoid
Atmosphäre Sauerstoff
Empathisch Nein
Telepathisch Nein

Allgemeine Beschreibung

Die Cardassianische Union liegt im Alpha Quadrant, 50 Lichtjahre vom Rande des Föderationsgebietes entfernt. Das am nächsten gelegene System ist das Bajoranische, welches nur 5,25 Lichtjahre entfernt ist. Die Cardassianische Union ist riesig groß und umfasst viele hundert Planeten. In Norden stößt die Union an das Reich der Breen, im Osten an die Föderation, das Romulanische Reich und das Klingonische Reich und im Süden an die kleineren Staaten der Miradorn und Valerianer. Im Westen der Cardassianischen Union gibt es noch viel offenen Raum. Dort leben nur noch die mit den Cardassianern verbündeten Claestroner und Zirgosianer.

Herkunft

Cardassia Prime, auch bekannt als Cardassia, ist die Heimat der Cardassianer und die Zentralwelt der cardassianischen Union: ein Planet der Klasse M mit nur geringen natürlichen Ressourcen. Für Menschen sind die atmosphärischen Bedingungen des Hauptplaneten unangenehm, was sich in seiner am äußeren Ende der Definitionsskala liegenden Sternenflottenklassifizierung widerspiegelt. (Cardassia Prime, der Hauptplanet des cardassianischen Systems, ist nach Sternenflottenklassifikation ein Planet der Klasse M, wenn auch aufgrund der für Menschen unangenehmen atmosphärischen Bedingungen am äußeren Ende der Definitionsskala.) Cardassia Prime ist - wie die übrigen Planeten des gesamten Systems - ein aufgrund der herrschenden geologischen Umstände von Natur aus rohstoffarmer Planet, wobei heute von Historikern nicht mehr geleugnet wird, dass ein gewisser Raubbau und wahlloser Umgang mit den wenigen natürlichen Ressourcen in der Vergangenheit diesen Zustand erheblich gefördert hat. Das Klima der Heimatwelt ist gleichmäßig und stabil. Die Durchschnittstemperaturen liegen am Tag bei ca. 32°C in den Nordregionen und bis zu 55°C in der Äquatorregion. Eine Abkühlung findet auch während der Nachtstunden kaum statt, da Cardassia Prime dauerhaft von einem dichten, kaum durchlässigen Wolkenmantel umgeben ist. Man nimmt an, dass diese Wolken für eine Art Treibhauseffekt verantwortlich sind. Die Cardassianer bevorzugen daher eher gedämpftes Licht und hohe Temperaturen. Die Atmosphäre ist bis zu 3 mal dichter als die der Erde. Die Eigenrotation beträgt 22 Stunden und 45 Minuten. Ein Wolkenmantel ist, neben der Nähe zur Sonne, für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich. Ebenfalls absorbiert er einen großen Teil des Spektrums des Sonnenlichts, so dass Cardassia Prime von Außenstehenden allgemein als "bedeckt" bis "düster" beschrieben wird. Tatsächlich wird die vorherrschende gelbe bis lachsfarbene Färbung der Atmosphäre von anderen Völkern bisweilen als niederdrückend empfunden, jedoch aus dem vermutlichen Grund, dass vor allem Angehörige von Welten mit blauem Himmel (wie z.B. die Erde, Trill, Bajor, Betazed) eine gelbliche Färbung intuitiv - trotz der mittlerweile universell eingeführten Wetterkontrollumweltsystemen - mit Unwetter und Katastrophen assoziieren, was vermutlich Überbleibsel und tief in den primitiven Teilen des Gehirns verwurzelten Erinnerungen ihrer Vorfahren sind. Aufgrund des gedämpften Lichts und der für viele Lebensformen unangenehm hohen Temperaturen stellt ein Aufenthalt in der Hauptstadt für Angehörige anderer Kulturen sicherlich ein Problem dar. Die speziellen Eigenschaften der Atmosphäre über dem cardassianischen Heimatplaneten sind auch für die spektakulären Morgen- und Abenddämmerungen verantwortlich, die zu den schönsten überhaupt im Quadranten gehören. Das eigentliche cardassianische System besteht aus 7 Planeten, die um eine F-Klasse-Sonne kreisen. Der Hauptplanet, Sitz der Regierung und Herzstück des cardassianischen Reiches ist Cardassia Prime, der der Sonne am nächsten liegt. Außer Cardassia Prime sind auch Cardassia III, Cardassia IV und Cardassia V Klasse-M-Planeten. Cardassia II ist ein F-Klasse-Planet, Cardassia VI ein B-Klasse-Planet und Cardassia VII ein L-Klasse-Planet. Auf Cardassia IV gab es mal ein Arbeitslager für Bajoraner, auf Cardassia V hat eines der berühmtesten Museen der Union seinen Sitz und auf Cardassia III führten die Cardassianer und die Ferengi lange Handelsverhandlungen.

Tierwelt auf dem Planeten:

  • Reithunde - große Hunde auf denen man reiten kann
  • Sandratten
  • Womparts - pelzige Haustiere
  • Taspar - Hühnervögel
  • Zabu - Nutztier, vermutlich rinderartig
  • Trakhis - wilde Herdentiere
  • Gettel - schafartige Herdentiere
  • cardassianische Wühlmaus
  • Lynars - Fledermäuse
  • Voles - echsenartige Ratten mit Löffel auf der Stirn
  • Regova - Hühnervögel
  • Taspar-Paddler - entenartige Vögel
  • Merinkor - katzenartiges Tier
  • Ritrea - Pferdeartiges Tier
  • Yukil - eine Art Gazelle
  • Yi-Kuil - großer Vogel, ungefähr wie ein terranischer Kasuar, der dazu abgerichtet wird Haus und Hof zu verteidigen. Es gibt aber auch kleinere Yi-Kuils mit denen die Leute einfach nur spazieren gehen.
  • Pantaana - Echsen
  • Echar - Raubfisch
  • Esrak - Hai

Pflanzenwelt auf dem Planeten:

  • Romureke - eine Art Buschwindröschen
  • Ogurien - hässliche, steife wie Blasentang aussehende Pflanze, die aber eine wunderbare Eigenschaft hat: Der Wind raunt in ihr, so dass sie wie eine Orgal klingt. Wird auch zu einem Musikinstrument verarbeitet.
  • Gronbaum - zahlenmäßig recht häufig auf cardassianischen Welten anzutreffen. Man gewinnt daraus eine Art Glas.

Die Cardassianische Union ist ein riesiger Staat mit vielen hundert Planeten. In Norden stößt die Union an das Reich der Breen, im Osten an die Föderation, das Romulanische Reich und das Klingonische Reich und im Süden an die kleineren Staaten der Miradorn und Valerianer. Im Westen der Cardassianischen Union gibt es noch viel offenen Raum. Dort leben nur noch die mit den Cardassianern verbündeten Claestroner und Zirgosianer. Da Cardassia Prime ein warmer Planet ist, gibt es nur winzige Polregionen, dafür aber viele heiße Gebiete wie Steppen, Wüsten und Dschungel. Wunderschön ist Cardassia Prime nach der Regenzeit, wenn abermilliarden Blumen in den Wüsten und Steppen erblühen. Cardassia Prime hat sechs Kontinente (Mil Drelar, Pilus Tar, Kedora, Yandra, Dalthera, Sheroshu) und gliedert sich in 20 Provinzen, welche wiederum in mehrere Unterprovinzen unterteilt sind. Cardassias Ozeane sind aufgrund der Wärme für ihre vielen Korallenriffe bekannt. Wer die klassische cardassianische Novelle "Meditations on a Crimson Shadow" von Preloc kennt, hat sicherlich bereits einen Eindruck von der Loo Wess-Region. Dort befindet sich das mit 5.300 Metern höchste Gebirge des Planeten mit dem berühmten, auch im Werk von Preloc beschriebenen Berg Errqa (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Region). Weitere beeindruckende Naturschauspiele bieten die Quellen von Senndi und das Hrabin-Tal. Die Höhlen von Ani sind in ihrer Einzigartigkeit mit keinem anderen Höhlensystem des Sektors vergleichbar. In der weitläufigen Colaxa-Ebene, die sich über weite Teile der südlichen Provinzen erstreckt, leben wildlebenden Trakhis-Herden.

Physiologie & Biologie

Die Cardassianer lassen sich wegen ihres ausgeprägten Aussehens sehr gut von anderen Spezies unterscheiden. Gewöhnlich sind sie schlank, muskulös gebaut mit einem breiten Nacken. Sie haben eine hellgraue Hautfarbe und ein starkes Außenskelett, das an einigen Stellen mit dicken Schuppen bedeckt ist, und eine Reihe von Gesichts-Graten (Wülste an Hals, Augenbraue etc.). Hinzu kommt ein Zeichen in Form einer Träne in der Mitte der Stirn (dieses Zeichen, auf cardassianisch "Meshava" genannt, wird von Nicht-Cardassianern oft als "Löffel" bezeichnet - daher resultiert die abwertende Bezeichnung "Löffelgesicht"). Das cardassianische Haar ist meist dunkel und glatt. Bei männlichen Militärs wird das Haar glatt nach hinten gekämmt und stumpf abgeschnitten, bei weiblichen wird es in langen geflochtenen Zöpfen getragen. Zivile Frauen tragen es entweder einfach oder in komplizierten Formen zusammengebunden. Es gibt verschiedene Augenfarben bei den Cardassianern. Die verbreiteste, eindrucksvollste und eindringlichste Augenfarbe ist hellblau. Die Cardassianer sind aus physischer Betrachtung den Klingonen ähnlich. Einige Organe sind doppelt vorhanden, so dass bei einem Ausfall eines Organs das Zweite die lebensnotwendigen Funktionen übernehmen kann. Das Skelett ist mit humanoiden Rassen vergleichbar, jedoch viel kräftiger und stärker ausgeprägt. Dadurch sind sie sehr belastbar. Sie besitzen zwei Halswirbel mehr als Menschen. Dies erklärt den ausgeprägten langen Hals. Cardassianer haben sehr lichtempfindliche Augen und können daher im Dunkeln wesentlich besser sehen als im Hellen. Ihr Gehör ist etwas schlechter als das der Menschen. Dafür können sie besser riechen. Der Cortex (Großhirnrinde) ist wesentlich ausgeprägter als bei anderen Humanoiden. Das verleiht den Cardassianern ein fotografisches Gedächtnis. Die Meshava, das Genick und andere Gesichtsgrate sind erogene Zonen. Die Cardassianerinnen schminken die Meshava sowie die mittlere Schuppe ihres Genick-Grates als Zeichen der Fruchtbarkeit meist blau. Die Cardassianer pflanzen sich wie Menschen fort, aber die Schwangerschaft der Cardassianerinnen variiert in der Länge je nach körperlicher Belastung und Nahrungsangebot von 8 Monaten bis zu einem Jahr. Neben dieser Besonderheit weisen die Genitalien der Cardassianer Besonderheiten auf. So haben sie keine Schamhaare, sondern feine, weiche Schuppenwülste. Cardassianische Männer produzieren, wenn sie sexuell erregt sind, ein duftendes Sekret um ihr von Schuppengraten umgebenes Glied herum, das die Befruchtung fördert. Trotz dieser Besonderheiten können sie sich mit verschiedenen anderen Rassen (z.B. Bajoranern) fruchtbar fortpflanzen. In der Regel haben cardassianische Familien fünf bis acht Kinder. Aber auch zehn oder zwölf Kinder sind keine Seltenheit. Cardassianer bevorzugen höhere Raumtemperaturen als Menschen und sehr gerne heiß. Langanhaltende Kälte kombiniert mit Nässe vertragen sie nicht gut. Bei Temperaturen unter - 25 Grad fallen sie in Winterstarre, wenn sie diesen längere Zeit ungeschützt ausgesetzt sind. Dieses Phänomen wird auch zur Heilung benutzt, jedoch sollte man es vermeiden, einen Cardassianer länger als eine Woche in Winterstarre zu belassen, weil sonst ihre Organe versagen. Es gibt aber auch Präzedenzfälle wo Cardassianer mehre Monate bis hin zu Jahren in Winterstarre gelegen haben, ohne dass sie längerfristigen Schaden davon trugen. Cardassianer sind dazu in der Lage diese Starre auch durch Geisteskontrolle zu erreichen. In diesem Zustand sind ihre Körperfunktionen so weit reduziert, dass sie wie tot erscheinen. Dieser Trick wird z.B. von Agenten des angewendet. Cardassianer sind sehr robust und zäh. Sie verletzen sich nicht so leicht wie Menschen und können auch mit wenig Nahrung und Schlaf auskommen. Sie sind bei normalen Temperaturen stärker als Menschen. In einer kalten Umgebung fühlen sich Cardassianer müde und träge, während sie bei 48-100C° enorme Körperkräfte entwickeln und sich sehr rasch bewegen können. Sie sind relativ unempfindlich gegen verschiedene Gifte, aber reagieren hochgradig allergisch auf gewisse bajoranische Gemüse, die aber während der Besatzungszeit aus Furcht vor Giftanschlägen fast vollständig ausgerottet wurden. Andere medizinische Besonderheiten liegen nur im Bereich von Betäubungs- und Schmerzmitteln. 33cc Tetracin würden ein andorianisches Mamut betäuben. Cardassianer spüren kaum etwas. Gegen Betäubungsstrahlen sich Cardassianer relativ unempfindlich, so dass man eine etwas höhere Einstellung verwenden muss als bei Menschen, um sie zu betäuben. Es gibt unter Cardassianern keine ausgeprägten Rassenunterschiede. Cardassianer kommen mit weniger Nährstoffen als andere Humanoide aus, ihr Stoffwechsel ist jedoch vergleichbar mit dem der Säugetiere; durch diesen Vorteil können unvorteilhafte Lebensräume besiedelt werden. Der cardassianische Organismus gleicht seine Temperatur an die Umgebung an, nicht umgekehrt, wie z. B. bei den Menschen. Deshalb besteht auch keine Gefahr der Überhitzung bei großer Anstrengung. Die cardassianische Lebenserwartung ist höher als die eines Menschen. Dies liegt wohl an den reptiloiden Eigenschaften und dem ausgeklügelten Haushalt des Organismus.

Psyche

Cardassianer sind hoch intelligent und haben ein ausgesprochen weit entwickeltes Merkvermögen und fotografisches Gedächtnis. Wenn sie gut ausgebildet sind, können sie einer vulkanischen Mentalverschmelzung widerstehen. Auf Grund von Hinweisen des COs der USS Pearson kann man vermuten, dass die Hebithianer, Vorfahren der Cardassianer, durch Geistestraining auch paranormale Fähigkeiten erreicht hatten. Warum diese Fähigkeit verloren ging, ist unbekannt. Ebenso ist unbekannt, ob man diese Fähigkeit reaktivieren könnte.

Kultur

Gartenkunst: Der erste Eindruck des fremdartigen, cardassianischen Gartens mag für Außenstehende enttäuschend sein. Er gleicht eher einem Bauwerk, als einem richtigen Park. Steine dominieren; sei es als bunte wellenförmig geharkte Kiesel oder graue Felsen. Blumen sind kaum vorhanden. Lediglich einige Gräser, Schilf und streng geschnittene Sträucher sind zwischen den Steinen zu erkennen. Das auffälligste Gestaltungselement ist das Wasser, das meist über einen künstlichen Flusslauf, Wasserfall und Steine in einen Teich plätscherte. Hinter diesem ersten, schroffen Eindruck verbirgt sich aber mehr, denn seit jeher war es das Anliegen der Cardassianer, das Wesen der Schönheit zu ergründen und zum festen Bestandteil im Alltagsleben zu machen. Cardassianische Gärten beinhalten eine ganze Kosmologie. Für Cardassianer sind Steine etwas ganz besonderes. Ihnen wird traditionell eine ganz hohe Bedeutung zugeschrieben, was daran liegen mag, dass sie eine reptiloide Spezies sind und von Eidechsen abstammen. Der Garten ist als ein Modell einer Landschaft konzipiert, wobei diese auf wenige Formen reduziert wird. Bunter Kies oder Teiche versinnbildlichen Meere, Flüsse und Felsen dagegen das feste Land. Die Struktur und Farbe ist ebenso wichtig wie ihre Größe und Form. Gewählt werden gern vom strömenden Wasser zerfurchte oder geglättete Steine, beliebt sind verschiedene Schattierungen von Grau, bei denen weiße, rosige oder bläuliche Äderung durchschimmert. Die Anordnung der Weggesteine -die das Tempo des Gehens bestimmen- spielt eine wichtige Rolle. Auf kleinen, eng gesetzten Steinen geht der Gast langsam, große Steine veranlassen ihn anzuhalten und die Umgebung zu genießen. Kleine Sträucher zwischen den Steinen stehen für Wälder oder fungieren als verbindende Elemente. Richtige Bäume sind selten. Wenn es sie gibt, sind sie so gewählt, dass sie zu jeder Jahreszeit einen Akzent setzen. Überhaupt sind Bäume und Sträucher die eigentlichen Pflanzen des cardassianischen Gartens. Es sind vor allem kiefern- oder zypressenartige Bäume oder blühende Laubbäume, von denen nicht selten ein einziger Baum mit seinen Blüten oder farbigen Herbstblättern den Kreislauf der Jahreszeiten symbolisiert. Steine sind aber auch aus einem anderen Grund zentral für die cardassianische Gartengestaltung. Ihre Kultur verbietet es ihnen, tote Cardassianer zu zeichnen oder als Skulpturen darzustellen. Daher versinnbildlichen sie ihre Ahnen und Freunde durch Steine, die das Wesen dieser Leute widerspiegeln. Auch das Wasser darf im Garten nicht fehlen. Bäche, Kaskaden, Seen oder nur etwas Wasser im steinernen Becken verdeutlichen die Bedeutung des Wassers in der Natur. Mit Stauden geht der cardassianische Garten behutsam um, auch haben sie dort eine andere Funktion als bei Menschen. Man ordnet sie sparsam Steinen, Gehölzen oder Bauten zu, und der Blütenreichtum tritt hinter der Form und Struktur der Blätter und des Wuchses zurück. Man achtet darauf, dass jeweils nur eine Art zur Blüte kommt, damit nicht durch die Vielfalt verschiedener Blumen von der Schönheit und Eigenart einer Einzelblüte abgelenkt wird. Das es so wenig Blumen gibt, liegt an einer anderen Vorstellung darüber, was ein Garten bewirken soll. Terranische Gärten beispielsweise sind um der Schönheit willen angelegt. Sie dienen der Freude und der Augenlust. Ganz anders cardassianische Gärten. Sie sollen der Belehrung und Erziehung dienen. Freude bedeutet Schwäche. Wenn man aber seinen Geist trainiert, formt man damit seinen Charakter." Jede Pflanze hat ein kleines Gleichnis zu erzählen. Ein kleiner, verkrüppelter Busch beispielsweise kann als ein Symbol des Lebenswillens, ein Triumph des Lebens über alle Widrigkeiten, aufgefasst werden.

Architektur: Die Cardassianer stehen in dem Ruf, meisterhafte Architekten zu sein, obgleich ihre Konstruktionsregeln nicht dem Sternenflotten-Standard genügen - die Mängel in der Struktur von Terok Nor bzw. Deep Space Nine im bajoranischen Sonnensystem sind ein Beispiel dafür. In der ganzen Galaxie ist Tavor Kell, der Schöpfer der Raumstation Terok Nor (Deep Space Nine) für seine zugleich ästhetischen und funktionalen Bauten bekannt geworden. Die Gebäude der Cardassianer verraten eine Vorliebe für Kombinationen von jeweils drei Elementen. Cardassianer ziehen die Ausgewogenheit und Balance der einfachen Symmetrie vor. Sie verwenden lieber Ellipsen statt Kreise und schräg geschwungene anstatt gerade Linien. Diese Ästhetik ist der cardassianischen Physiognomie (und der Natur) entnommen und soll möglichst zeitlos sein. Nach cardassianischer Vorstellung sollen Architektur und Cardassianer in Harmonie zueinander stehen. Darum werden höchst selten gerade oder eckige Linien verwendet, da kein lebendiges Wesen gerade Linien hat. Daher rührt vermutlich der alte hebetianische Glaube: "Im rechten Winkel wohne das Böse", der bis heute prägend für die cardassianische Architektur blieb. Darüber hinaus glauben sie an Ehrlichkeit beim Bau: Sie zeigen die tragenden Elemente, anstatt sie hinter Verkleidungen zu verstecken. Nach menschlichen Begriffen ziehen Cardassianer gedämpftes Licht vor. Die Verwendung dunkler Farben und harten, metallischen Oberflächen, verstärkt den Eindruck von Düsternis. Ein weiterer Grund für die Verwendung eher dunkler Farben liegt in der Eigenschaft des cardassianischen Himmels und der cardassianischen Farbenlehre. Der Himmel Cardassias leuchtet Abends und Morgends knallrot. Tagsüber ist er gelb oder lachsfarben und Nachts lila. Daher würden bunte Häuser eher stören als schön sein. Die weiße Farbe ist auf Cardassia eine Farbe der Trauer und des Todes. Blau ist die Farbe der Liebe und der Fruchtbarkeit. Schwarz ist die Farbe der Macht und Stärke.

Musik: Kaum bekannt bei Angehörigen anderer Völker und Bündnissen, ist die lange musikalische Tradition der Cardassianer. In fremden Reichen ist man gerade noch über die Existenz eines "eigenartigen" und "unverständlichen" Literaturstils informiert, jedoch trifft man häufig auf Ungläubigkeit, wenn man auf die vielschichtigen cardassianischen Errungenschaften im Bereich der bildenden Künste wie der Malerei, der Bildhauerei und der Musik verweist. Es erscheint den Cardassianern als absonderlich und beleidigend, dass man ihnen eine hoch entwickelte musikalische Kultur noch viel weniger als den Klingonen zutraut, obwohl sie sich auf einem höheren Zivilisationsgrad befinden. Cardassianer legen äußerst viel Wert auf Musik und sind in dieser Hinsicht sowohl anspruchsvoll als auch vielseitig gebildet. Zu den wichtigsten gesellschaftlichen Anlässen gehören regelmäßige Besuche der Oper und der vor dem Krieg zahlreichen Konzerte der großen Orchester Cardassias. Obwohl es auch populäre und volkstümliche Musikströmungen gibt, die jeweils über ihre eigene Dynamik und geschichtliche Ableitung verfügen, wird sich an dieser Stelle des Umfanges wegen, auf eine kurze Einführung in die klassische cardassianische Musik beschränkt. Gerade die "klassische" und "ernsthafte" Musik genießt in der Bevölkerung bei weitem den größten Zuspruch und die größte Beliebtheit. Aus Mangel an Zeit und Platz ist es leider auch nicht möglich, genauer auf die cardassianischen Musikinstrumente einzugehen, die den einzigartigen Klang cardassianischer Musik ausmachen und die im übrigen Teil des Quadranten nahezu unbekannt sind. Hier seien nur kurz die Ogurien, Vilaron und die Waldflöte erwähnt, die äußerst populäre Instrumente auf Cardassia sind. Zur Abgrenzung des Begriffs: Man rechnet zur "klassischen Musik" die zahlreichen, seit der Antike (100.000 v.Chr.) geschriebenen und überlieferten Opernwerke sowie ernste, für Orchester, Kammerorchester oder Solomusiker verfasste Stücke, Symphonien, Suiten, Dichtungen, das im cardassianischen wichtige Genre des Requiems, welches für nahezu jede große Figur der Geschichte existiert sowie weitere Richtungen, die jedoch keine so bedeutende Rolle spielen. Größter Beliebtheit erfreut sich im Allgemeinen die cardassianische Oper, dicht gefolgt vom Requiem. Rein orchestrale Stücke ohne Gesang können zwar ebenfalls überaus beliebt sein, wie es zum Beispiel die bekannteste Symphonie No. 7 von Ilris Vin'ris, die zu den meistgehörten und -geschätzten Stücken auf Cardassia gehört. Jedoch tritt ihre Zahl hinter der Oper deutlich zurück. Den Beginn der klassischen Periode beziffert man mit der Veröffentlichung der ersten Oper des antiken Komponisten Indrim, "La´ka hvr'salak" - "Tod und Schicksal". Zwar waren auch zuvor bereits längere Kompositionen, die den Charakter einer Oper trugen und nach heutiger Definition auch als solche bezeichnet werden können, bekannt. Jedoch entschied man sich aus Gründen der Findung einer Konvention, Indrims Erstlingswerk als Beginn einer Epoche per Definition festzulegen. Musik, die in den davor liegenden Zeitraum fällt, wird der "frühen Musik" zugerechnet, die urtümlichste Musik, die in die Zeit der ersten Sesshaftigkeit fällt und bruchstückhaft überliefert ist, gehört zur "Urmusik" und wird heute dem traditionellen statt dem klassischen Bereich zugeordnet. Über die Musik der Hebitianer ist nichts bekannt. Charakteristisch für die cardassianische Musik ist der jedem Cardassianer eigene Hang zur Pathetik. Dies spiegelt sich sowohl in den Bauwerken als auch in der Frenetik wieder, mit welcher großen Staatsmännern, politischen Errungenschaften und dem Patriotismus gefrönt wird. Obwohl gerade in einzelnen Abschnitten der cardassianischen Geschichte, insbesondere in der Zeit nach der Ersten Republik, das Prosperieren des Staates und der Wohlstand der Bürger experimentelle Strömungen hervorbrachten, konnten sich diese, in etwa mit der terranischen Zwölftonmusik oder der kilarischen Andrat-Kompositionsweise vergleichbaren Richtungen nie in weiten Kreisen durchsetzen. Zwar werden gerade die in diesen Zeiten entstandenen Werke auch heute noch gerne aufgeführt und besucht, auch ist ihre technische Vielfältigkeit und ihr musikalischer Wert für den künstlerisch interessierten Fachmann und Laien unbestritten. Es zeigt sich jedoch, dass gerade die größten Opern, die in der Vergangenheit wie heute zu den Volksmagneten gehören, vor allem die musikalisch geradlinigen und von großer Pathetik sowie intensiver Verwendung von Chorgesang und großem Orchester gekennzeichneten Werke sind. Auch ist es ein fester Bestandteil der cardassianischen Kultur, dass Komponisten zu Ehren eines verstorbenen großen Staatsmannes (oder -frau), männlichen oder weiblichen Politikers, Militärangehörigen oder auch Künstlers, Dichters oder sonstigen für Cardassia wertvollen Bürgers ein Requiem verfassen, welches zu dessen Beerdigung von einem der großen Orchester aufgeführt und systemweit in alle Haushalte übertragen wird. Einige herausragende Requiems gehören auch heute noch zu den beliebtesten Musikstücken und ziehen nach wie vor ein großes Publikum in die Philharmonien des Systems. Weithin bekannt sind auch die zahlreichen Variationen über Themen des Komponisten Sur Raata. Es sind mehrere Requien, zu Ehren dieses in der tiefen Vergangenheit des cardassianischen Volkes tätig gewesenen Komponisten geschrieben worden. So hat er etwa sein eigenes "Todeslied" komponiert, was sehr ungewöhnlich ist, aber dennoch toleriert wurde, da es sich dabei einfach um ein Meisterwerk handelt. Ein Teil dieser Komposition bildet auch die Grundlage für die später erschienene Oper "Sternenstaub". Sie wird ausschließlich von geachteten Virtuosen an der Trommelharfe gespielt, da diese Instrumente es ermöglichen, gleichzeitig harmonische wie auch aggressive Töne zu spielen. Die Trommelharfe ist ein urtümliches, etwa einen Meter großes Instrument und kaum außerhalb des cardassianischen Reiches bekannt. Ihre Saiten werden mittels einer komplizierten Herstellungsmethode aus Schwingquarzen gewonnen und sind danach etwa haardick. Die in Form und Größe unterschiedlichen Trommeln sind mit der unpräparierten Haut von Pantaana-Echsen bezogen. Trotz der großen Zerstörungen auf Cardassia, welche auch die Musikhochschulen des Landes, die Opernhäuser und Konzertsäle betroffen hat und die großen Verluste, die man unter Musikern und Sängern zu beklagen hat, bemüht sich der Staat, das kulturelle Leben so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen, da das cardassianische Volk ein stetes Bedürfnis nach Musik hat, welche hilft, seine Hoffnung auf Rekonstruktion zu nähren und ihm neue Zuversicht zu geben. So wurde unter anderem die Musikhochschule Errqa von der Zerstörung verschont, so dass dort nach wie vor junge Leute im Gesang oder am Instrument oder als Dirigenten und Komponisten ausgebildet werden.

Literatur: Im Vergleich zu den anderen Aspekten cardassianischer Kultur ist zumindest ihre Literatur auch außerhalb der Grenzen ihres Heimatsystems bekannt und wird dort gelesen. Auch wenn sich die cardassianische Literatur in Fachkreisen längst einen Namen gemacht hat, wird sie dennoch von weiten Teilen nicht-cardassianischer Leserschaft nicht verstanden und oftmals abgelehnt. Es ist wichtig, die cardassianische Literatur nicht losgelöst vom Kontext ihrer Entstehung, dem cardassianischen System, der Mentalität und der tiefen Verbundenheit des Bürgers mit der Autorität des Staates zu betrachten. Für sich genommen und als Werk isoliert dem unwissenden Leser präsentiert, muss ein Versuch des Verständnisses scheitern. Hier soll sich in einer kurzen Darstellung auf die cardassianische Literatur seit der Ersten Republik beschränkt werden. Zwar gab es gerade in der Antike eine schriftstellerische Blütezeit und auch werden die klassischen Werke wie "Die Sonne und der leise Schein" von Kara Kanas, noch in der alten Symbolschrift notiert, nach wie vor hoch geschätzt und zählen zu den größten kulturellen Errungenschaften Cardassias. Ihre Lektüre gehört zur Pflicht jedes cardassianischen Schülers und ihr Stil und ihre Satzmelodie sind einzigartig. Auch wird der besondere Wert der antiken Literatur von niemandem außerhalb des cardassianischen Raumes bestritten. Die Schönheit und Ästhetik der alten Werke erschließt sich ohne Schwierigkeiten auch einem Nicht-Cardassianer. Deswegen ist es angebracht, die zweite wichtige Literaturform auf Cardassia ebenfalls einem interessierten nicht-cardassianischen Publikum nahe zu bringen und zu erläutern, worin die Verständnisschwierigkeiten liegen, in der Hoffnung, diese durch Aufklärung beseitigen zu können und dem Leser die Möglichkeit zu geben, die Ästhetik und das in sich geschlossene, perfekte System der neuen und modernen cardassianischen Literatur seit der Zeit der Ersten Republik zu verstehen und sich daran zu erfreuen. Wie es allgemein noch bekannt ist, folgt die neue cardassianische Literatur dem Prinzip der "repetierenden Moral" - ein Konzept, das nicht verstanden werden kann, wenn man keinen Einblick in die tiefe Verknüpfung zwischen einem einzelnen cardassianischen Staatsbürger und der Autorität des Staates hat. Zur cardassianischen Philosophie gehören der feste Glaube an die Autorität des Staates und der Respekt vor dieser. Es ist seine höchste Aufgabe, sein Leben, sein Handeln und sich selbst dem Staat unterzuordnen und dessen Bedürfnisse und Stabilität mit allen Mitteln zu gewährleisten. Als Gegenleistung ist sich der Bürger gewiss, dass der Staat für seine Sicherheit garantiert und sich um alle Belange kümmert. Er sorgt für eine sehr gute Ausbildung, spezielle Förderung der Fähigkeiten des Einzelnen, die kulturellen und intellektuellen Bedürfnisse, für Recht und Ordnung durch ein perfektioniertes Rechtssystem, ein umfangreiches medizinisches System, zu dem jeder Bürger freien Zugang hat und für die Aufrechterhaltung er Grundversorgung, so dass seit hunderten von Jahren kein cardassianischer Bürger mehr hungern musste oder ohne Obdach war. Im Gegenzug erwartet der Staat bedingungslose Loyalität und Unterstützung.

Dieses Prinzip ist es, was den cardassianischen Staat ausmacht und den Glauben der Bevölkerung an dessen Autorität festigt. Wie sich zum Beispiel das cardassianische Rechtssystem den Bedürfnissen der Bürger unterordnet und diesem durch jeden öffentlich ausgestrahlten Prozess zeigt, dass der Staat -und damit das Gute- am Ende immer siegreich ist, selbst wenn das Wohl des Einzelnen diesem hohen Ziel gelegentlich geopfert werden muss, was jedoch gerne gemacht wird, weil es aus einer tiefverwurzelten Philosophie entspringt und jedem Cardassianer bereits mit der Geburt so beigebracht wird, so ordnet sich auch die Literatur diesem Staatsprinzip unter. Die repetierende Moral, die sich besonders beispiel- und musterhaft in "Das ewige Opfer" von Prelok wieder findet und der als der vollkommenste aller cardassianischen Romane gilt, der je geschrieben worden ist, zeichnet sich vor allem durch ihre Regelhaftigkeit, ihre Verlässlichkeit und die absolute Abwesenheit von überraschenden oder gar unerfreulichen Wendungen aus. Was von Angehörigen mancher Völker, deren Leben von Unsicherheit, Zweifel am Staat und einer unruhigen Situation geprägt ist, oftmals als "langweilig" bezeichnet wird, ist für den Cardassianer Beruhigung, Bestärkung und Befriedigung gleichermaßen, da er in den Werken die Bestätigung all dessen findet, an das er glaubt und das für sein Leben an erster Stelle steht. In diesem Buch wird die Chronik einer Familie über sieben Generationen beschrieben und gerade der Punkt, dass alle Charaktere selbstlos und aufopfernd dem Staat dienen, alt werden und sterben und sich mit der nächsten Generation die Geschichte wiederholt, stößt auf Unverständnis, wenn man nicht mit der cardassianischen Philosophie vertraut ist. Dem Vorwurf, dass keine Figur richtig "lebendig" wirkt, charakterlich individuell mit Stärken und Schwächen ausgestaltet ist, kann entgegengehalten werden, dass dieses die volle Absicht der Autoren ist. Schließlich soll nicht das Leben eines Individuums dargestellt werden, sondern der perfekte durchschnittliche Cardassianer als Archetyp im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Auch ist ein Hauptvorwurf an der stereotypen Handlungsweise der Hauptpersonen, dass es "im Leben mehr gebe, als dem Staat zu dienen". Dieses ist jedoch die eingeschränkte Sichtweise einer Person, die einer Kultur entstammt, in dem die Autorität und Stärke des Staates keine Bedeutung haben und keine Werte sind, auf die man sich verlassen kann. Doch das ist genau der Punkt: Die repetierende Moral ist die eleganteste Form der cardassianischen Literatur und sie erfüllt weniger den Zweck, die Leser mit belangloser Kurzweil zu unterhalten und ihnen triviale Begebenheiten zu erzählen, denen weder Moral noch eine Botschaft innewohnt. Cardassianer haben genügend andere Methoden zur Zerstreuung. Ihre Literatur dient dem höheren Zweck, sie in ihrer Philosophie zu bestärken und ihnen wieder und wieder zu beweisen, dass der cardassianische Weg und das cardassianische Staatsprinzip die einzige Wahrheit sind. Ebenfalls sehr berühmt im Ausland ist das Science-fiction-Werk "Meditations on a Crimson Shadow" des Autors Prelok geworden. Darin sagte er quasi den klingonisch-cardassianischen Krieg voraus. Shogroth ist ein Autor vieler "enigma tales", die terranischen Detektiv- oder Kriminalromanen ähneln. Diese Romane enden stets damit, dass alle Hauptpersonen des Verbrechens überführt werden. Das Spannende daran ist, festzustellen, wer welches Verbrechen begangen hat. Währende der Ersten Republik blühte der "Serialismus", dessen berühmtester Vertreter Iloja of Prim ist. Die Cardassianer sind sowohl in ihrer Erscheinung als auch in ihrer Persönlichkeit einzigartig. Sie werden für sehr intelligent, kalt, skrupellos und grausam gehalten. Dies rührt wohl daher, dass die Cardassianer sehr fremdenfeindlich sind und alle fremden Rassen als minderwertig gegenüber ihnen selbst erachten. Aber so erscheinen sie nur gegenüber anderen. Zu denjenigen, die die Möglichkeit haben, sie näher kennen zu lernen, sind sie warm, freundlich und charismatisch. Trotzdem ist es besser, ihnen nicht zu sehr zu vertrauen, denn es fällt Außenstehenden schwer Cardassianer zu begreifen und sie zu durchschauen. Wesensmerkmal der Cardassianer ist absoluter Gehorsam Autoritäten gegenüber. Das zentrale Thema ihrer Gesellschaft ist Loyalität und Pflicht. Ihr Pflichtbewusstsein und ihre Treue gegenüber dem Staat, dem cardassianischen Volk und gegenüber der Familie ist sehr stark ausgeprägt. Sie verlangen dafür vollen Einsatz und sind stolz, wenn im Kampf jemand sein Leben für das Cardassianische Volk gibt. Deshalb wird die Herrschaft des Militärs nicht als Diktatur angesehen sondern vielmehr als harte aber gerechte Führung des Volkes durch dazu fähige Autoritäten. Das "Alpha-Wesen" führt sozusagen die "Herde" an, welche ihm bedingungslos folgt. Das mag eine Schwäche der Cardassianer sein, doch sie empfinden es eher als Stärke. Auch wenn es von Seiten der Föderation heißt, Cardassianer handelten ehrlos, so ist das nicht (völlig) richtig. Cardassianer handeln nach ihrer eigenen , die an dem Dienst für Cardassia gemessen wird und nicht an menschlichen Humanitätsidealen. Innerhalb ihres cardassianischen Konzeptes spielt Ehre sogar eine große Rolle. Cardassianer lieben es, Konversation zu betreiben. Sie lieben Wortspiele, Andeutungen, elegante Phrasen und hören sich gerne selber reden. Sie sind ordnungsliebend, leistungsorientiert und diszipliniert. Darüber hinaus haben sie Sinn für das Detail. Ihrem disziplinierten Geist entgeht selten etwas und sie sind für ihr enormes Erinnerungsvermögen bekannt. Auf diplomatischen Konferenzen oder anderen offiziellen Meetings benutzen sie selten elektronische Aufzeichnungsgeräte, sondern meist nur ihr Gedächtnis. Cardassianer schätzen Selbstdisziplin. Daher erziehen sie ihre Kinder zu Beherrschung, Tapferkeit und Haltung. Nie würde ein Cardassianer gegenüber einem Nicht-Cardassianer Schwäche zeigen. In der Föderation heißt es, Cardassianer würden die Intrige so sehr lieben, wie die Unterhaltung. Vielleicht sind deshalb Spiele wie T´zez oder , die viel Strategie, Merk- und Denkfähigkeit und blitzschnelle Aktionen verlangen, so beliebt bei den Cardassianern.

Ähnlich dem romulanischen Mnhei'sahe ist das cardassianische U´rarish nicht nur ein Verhaltens- und Ehrenkodex, sondern ein Ausdruck eines unsichtbaren Bandes, des Gemeinschaftsgefühls, der Solidarität und der Verbundenheit des cardassianischen Volkes. Von frühester Jugend an wird ein Cardassianer zur unbedingten Loyalität zu seinem Volk erzogen. Zusammenhalt, Selbstaufopferung und Solidarität gelten trotz aller Intrigen als hohe Werte. Ein Cardassianer wird alles tun, um sein Volk und die Union zu schützen. Es gibt keine größere Ehre, als wenn sich ein Cardassianer für Cardassia geopfert hat. In diesem Sinne beinhaltet das U´rarish einen ungeheuren Opfermut. Cardassia erscheint dabei als eine erweiterte Familie. Dies gilt besonders gegenüber dem Ausland, den Nicht-Cardassianern. Cardassianer glauben an die Verbindung aller Cardassianer miteinander. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit wird ergänzt durch ein Gefühl der Einzigartigkeit und Stolz auf ihre jahrtausendalte Geschichte und die Übereinstimmung ihrer Werte. Cardassianer sind nämlich zutiefst davon überzeugt, dass ein Außenstehender sie niemals verstehen kann. Zu dieser oft arroganten Haltung paart sich Misstrauen, Furcht und die rassistische Überzeugung von ihrer Überlegenheit gegenüber anderen Völkern.

Geschichte

Einst waren die Cardassianer ein friedliches, kultiviertes Volk und legten sehr viel Wert auf spirituelle Rituale. Kunst und Philosophie blühten in der Hebitianischen Zeit. Noch heute gibt es auf der cardassianischen Heimatwelt viele Monumente und Grabmäler. Einige uralte cardassianische Artefakte werden heute in einer Schatzkammer unter Kontrolle des Obsidianischen Ordens aufbewahrt. Die alten Särge aus dieser Zeit waren einzigartig und angefüllt mit Juwelen besetzten Artefakten. Doch da es auf ihrer Welt kaum Rohstoffe gibt, kam es zu ökonomischen Krisen, die zu Hungersnöten führten, bei denen Millionen starben. Hunger und Not der Bevölkerung ließen es dem cardassianischen Volk notwendig erscheinen, dass das Militär die Macht übernahm, da sie scheinbar die einzigen waren, die in der Lage schienen, die Not und das Chaos zu beenden. Die bis dahin demokratisch gewählte Regierung wurde abgesetzt. Die Militärs plünderten die Schätze und einzigartigen Bauwerke und führten Cardassia in eine völlig neue Richtung. Sie waren überzeugt, dass nur die Eroberung neuer Territorien dem cardassianischen Volk einen Ausweg aus ihrer Not bieten konnte. So führte der Aufstieg des Militärs zur Anwendung von Gewalt: Neue Sternensysteme wurden erobert, fremde Technologien gestohlen. Die Cardassianer feierten einen Sieg nach dem anderen und wurden zu einer machtvollen stolzen Spezies. Aber wieder kamen Millionen ums Leben, diesmal im Krieg. Heute sind die Cardassianer rastlose Eroberer, die fremde Welten unterwerfen und deren Bevölkerung versklaven. Erst wenn sie einen Planeten endgültig seiner Mineralvorkommen und anderer Schätze beraubt haben, verlassen sie diese Welt. Erst durch das zerbröckelnde Bündnis mit den Sep´tarin und der daraus resultierenden Unterdrückung, erlebte das cardassianische Volk am eigenen Leib, wie es ist, von einer fremden Macht unterjocht und beraubt zu werden. Doch Professor Miarok und einige tapfere Männer und Frauen bildeten eine Untergrundbewegung, die gegen die Sep´tarin für die Freiheit der Cardassianer und politische Reformen kämpften, und die nach der Niederlage der Sep´tarin und der teilweisen Zerstörung des cardassianischen Reiches, auf ein neues und demokratischeres Cardassia hoffen lässt.

Religion

In der Föderation ist nicht viel über cardassianische Sitten und Traditionen bekannt, weil Cardassianer in der Regel keine Außenstehenden an ihren Riten teilnehmen lassen. Erst seit dem Ende des Sep´tarin-Krieges beginnt die strikte Abschottung sich nach und nach zu lösen. Die verschiedenen Lebensphasen werden auf Cardassia durch eine Reihe von Zeremonien und Feiern markiert. Manche von ihnen finden ein einziges Mal statt, andere werden mehrmals gefeiert, wieder andere wiederholen sich jährlich. Cardassianer sind sehr traditionell. Der zentrale Aspekt ihres Lebens ist die Pflicht; Pflicht gegenüber ihrem Staat und ihren Familien. Ihre Loyalität gegenüber Cardassia wird von den Cardassianern sehr tief empfunden und über alle anderen Bindungen gestellt. Obwohl diese tiefe Treue gegenüber ihrem Staat für alle Cardassianer gilt, unterscheiden sie sich darin, was Pflicht und Loyalität genau beinhaltet. So konnte sich die Ergebenheit gegenüber dem cardassianischen Volk bei den Mitgliedern der Widerstandsbewegung von Miarok durchaus gegen das Zentralkommando richten. Bei der M´kor´fan ging diese Ergebenheit sogar so weit, an der Seite der Föderation gegen die eigenen Landsleute zu kämpfen, so lange sie von den Sep´tarin telepatisch beeinflusst wurden. Dieses enorme Pflichtbewusstsein wird in der cardassianischen immer wieder reflektiert. Das bekannteste Werk in diesem Zusammenhang ist "Das ewige Opfer", dass die Geschichte einer typisch cardassianischen Familie beschreibt, die durch die Jahrhunderte stets ihre Pflicht für den cardassianischen Staat erfüllt. Die tief empfundene Liebe zu Cardassia beinhaltet auch einen stark protektiven Zug. Cardassianer tun alles, um ihre Heimatwelt und ihre Leute zu schützen und sind dabei auch zu extremen Schritten bereit. Niemals dulden sie es, wenn sich andere Staaten in ihre internen Angelegenheiten einmischen. Jeder cardassianische Bürger hat seinen oder ihren Platz in der cardassianischen Gesellschaft; Rang und Position werden als sehr wichtig angesehen und die meisten Cardassianer verfügen über ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein. Dementsprechend sind Heiraten oft politisch/sozial motiviert und werden nicht selten (insbesondere in der Oberschicht) von den Familien arrangiert.

Shri-tal und Totenbestattung: Der Umgang mit dem Tod ist auf Cardassia großen Tabus unterworfen. Über cardassianische Bestattungsbräuche kann an dieser Stelle deswegen nur wenig geschrieben werden. Bekannt gemacht werden kann lediglich, dass sie äußerst strengen Vorschriften und Regeln folgen. Ein wichtiger Bestandteil der cardassianischen Kultur ist das Shri'Tal: Die Scheidenden geben ihre Geheimnisse an ihre Familienangehörigen weiter, damit diese sie gegen ihre Feinde benutzen können. Stirbt ein Cardassianer, versammeln sich seine Familienangehörigen um ihn und wachen Tag und Nacht, während der Sterbende ihnen alles erzählt, was er für wichtig erachtet, um die Familie zu stärken und etwas von sich weiterzugeben, was diese verwenden kann und wobei sie immer an ihn erinnert wird. Die Ursprünge dieser Tradition sind unbekannt, vermutlich stammt sie aus den dunklen Jahren der cardassianischen Geschichte, als Sippen und Großfamilien gegeneinander Kriege führten und das Land in unzählige miteinander verfeindete Reiche zersplittert war. Zu dieser Zeit mag es von existentieller Bedeutung gewesen sein, im Falle des Todes eines Familienoberhauptes oder lokalen Herrschers alle wichtigen Details über die Feinde, über Intrigen und über Geheimnisse weiterzugeben, damit die Familie nach dessen Tod nicht schutzlos dastand und in der Lage war, sofort den Kampf gegen die Feinde wieder aufzunehmen. Das Shri'Tal genießt heute noch denselben Stellenwert wie zu allen Zeiten zuvor, jedoch liegt heute die Betonung nicht so sehr auf der Weitergabe militärischer und kriegswichtiger Geheimnisse, da Feindschaft zwischen einzelnen Familien heute nicht mehr von gesellschaftlicher Relevanz ist, sondern es geht vielmehr um das letzte Zusammenkommen der Angehörigen und eine symbolische Weitergabe des Wissens des Sterbenden, was den Familienmitgliedern hilft, dessen Tod zu überwinden. Ist ein Freund oder Verwandter gestorben, so wird das Haus des Toten und der Trauernden weiß ausgekleidet. Man schlägt oder ritzt sich die Füße als Zeichen der Trauer blutig und setzt sich für die Trauerzeit auf den Boden. Alle Riten um den Verstorbenen sind für die Cardassianer heilig und es ist ein Affront, wenn ein Nicht-Cardassianer den Körper des Toten berührt. Es gilt als entehrend für die Familie und beleidigt das Andenken des Toten, wenn ein Nicht-Cardassianer dessen sterbliche Überreste sieht. Das ist einer der Gründe, warum Cardassianer auch im Krieg stets darum bemüht sind ihre Toten nicht in die Hände des Feindes fallen zu lassen. Dieser Punkt stellte ein großes Problem während der Zeit der Besatzung Bajors dar. Ein anderer Grund ist, dass sie glauben, dass die Toten bei ihren Ahnen begraben werden müssten. Normalerweise reicht es, dazu die Beinknochen zu extrahieren. Nach dem Tod eines Cardassianers zählen nur noch seine Gebeine, die oft in Angedenken desjenigen gelegt werden. Die Gebeine sind entehrt, falls sie jemand anderer als ein Cardassianer ausgräbt.

Fest des Salzes (Re'bot-J'ktan): Am "Fest des Salzes", dem siebten Tag nach der Geburt, präsentieren cardassianische Eltern ihr Kind der Öffentlichkeit und in einer Zeremonie wird ihm von der ältesten Vorfahrin ein Name gegeben. Zu diesem freudigen und stolzen Tag werden viele Leute eingeladen, die Verwandten, die Freunde und Nachbarn und jeder Cardassianer, der sich mit über die Geburt eines weiteren cardassianischen Staatsbürgers freuen will. Re'bot-J'ktan ist für die Cardassianer eine geheiligte Zeremonie, für die bestimmte Reinheitsgebote gelten. Vor allem aber dürfen nach cardassianischer Überlieferung keine Nicht-Cardassianer an dem Ritus teilnehmen.

Har´n-K´dmar: Durch die Zeremonie des Har'n-K'mar wird eine Person förmlich in die Familie eines adeligen Cardassianers aufgenommen. Er wird zu einer Art selbst gewählter Ehrenverwandter. Zum Har´n-K´man wird man nicht gemacht, sondern man _ist_ ein Har´n-K´mar aufgrund seiner Verdienste um das cardassianische Volk und die Person bzw. dessen Familie, die einem das Har´n-K´mar anbietet. Das Har´n-K´mar ist die höchste Auszeichnung, die ein Cardassianer einem anderen machen kann, denn es nimmt ihn in seine Familie auf. Die Familie schwört ihrem Har´n-K´mar in allen Lagen beizustehen. Obwohl in der Vergangenheit dieses Ritual nur unter Cardassianern ausgeführt wurde, ist das nicht zwingend. So konnte der cardassianische Botschafter Laron Marak seinen bajoranischen Amtskollegen Vedek Rano Voti zu seinem Har´n-K´mar machen.

Swe´k-Te´k-Zeremonie (Paria-Ritual): Hierbei wird man aus der cardassianischen Gesellschaft entlassen und als unehrenhaft eingestuft, was symbolhaft durch den zersprungenen Gong dargestellt wird. Dennoch hatte man die Möglichkeit, wenn man sich besonders für das cardassianische Wohlergehen einsetzt, dass man wieder anerkannt wird.

Die Religion: Die cardassianische Religion ist eine Mischung aus naturreligiösen und polyatheistischen Aspekten. Auf den ersten Blick erscheint die cardassianische Götterwelt unübersichtlich, da es - obwohl es nur wenige Gottheiten gibt, die sich mit den Göttern der alten Griechen und Römer vergleichen lassen - eine große Anzahl an weiteren gottähnliche Wesen gibt. Zunächst sind da die MaHutAk, eine Art Elementargeister, dann die KaRad-ka, die am ehesten als Geistwesen bezeichnet werden können, und die MyRi-dak, die Götterwesen, oder auch Göttergeister. Die Übersetzung der cardassianischen Begriffe ist lediglich sinngemäß und ungenau, es empfiehlt sich daher, die cardassianische Terminologie zu benutzen. Die Gesamtzahl der Gottheiten ist unendlich bzw. unzählbar, ein grober Überblick lässt sich am leichtesten erreichen, wenn man die cardassianische Schöpfungsmythologie betrachtet.

Schöpfungsmythologie: Die Schöpfungsmythologie der Cardassianer besagt, dass der Ausgangspunkt des Universums das Nichts war. In diesem Nichts sind zwei Grundeigenschaften enthalten: Beständigkeit und Veränderung, die, wie Yin und Yang, jeder einen Teil des anderen beinhalten. Aus dem Nichts entstanden die vier Grundelemente, von denen je zwei einer der Grundeigenschaften zugeordnet werden. Erde und Wasser der Beständigkeit, Feuer und Luft der Veränderung. Die vier Elemente sammelten sich an einem Ort und umschlossen sich gegenseitig in vier Schichten. Zuinnerst das Feuer, darum die Erde, darum das Wasser und um das Wasser die Luft. Dies wird als die alte Ordnung bezeichnet. Ursprünglich bezog sich diese Theorie wohl nur auf Cardassia, allerdings wurde schon bald spekuliert, dass es noch weiter Planeten gäbe, die auf dieselbe Art an anderen Stellen des Universums entstanden sind, und noch entstehen. Nachdem sich die Alte Ordnung gebildet hatte, manifestierte sich in jedem Element ein MaHutAk, ein Elementarwesen. Jedem dieser vier MaHutAk wird ein Attribut, oder eine Tugend, zugeordnet. Das MaHutAk des Feuers zeichnet sich aus durch Mut, das der Erde durch Treue, das des Wasser durch Geduld und das MaHutAk der Luft durch Stärke. Diese Periode der Veränderung wurde gefolgt von einer Periode der Beständigkeit, bis das MaHutAk des Feuers, aufgrund seiner Attribute, Veränderung und Mut, beschloss sich gegen die Alte Ordnung aufzulehnen. Es durchbrach die Schicht der Erde und dehnte sich in die Schichten des Wassers und der Luft aus. Hieraus resultierte ein Kampf zwischen den MaHutAk, in dessen Verlauf sie anfingen, sich zu vermischen und dadurch neue Wesen schufen: die KaRad-ka, die Geistwesen. Abhängig von den Eigenschaften des MaHutAk entstanden aus dem des Feuers die KaRad-ka Liebe, Hass und Trauer, aus dem MaHutAk der Erde entstanden Glück und Freude, aus dem des Wassers entstanden die KaRad-ka Zufriedenheit und Enttäuschung und aus dem MaHutAk der Luft entstanden die KaRad-ka Zorn, Angst und Wut. Wie zuvor musste auf diese Periode der Veränderung eine Periode der Beständigkeit folgen. Letztendlich schafften Wasser und Erde es, das Feuer wieder einzuschließen, indem sie sich um es herumlegten. Die Alte Ordnung war bei dem Kampf zerstört worden. Die Erde hatte sich zu Gebirgen aufgetürmt und dadurch hatten sich Ozeane gebildet. Teile der Luft waren in der Erde eingeschlossen worden, genau wie Teile des Wassers. Flüsse bildeten sich dort, wo das Wasser wieder an die Oberfläche drang. Auch das Feuer war nicht vollständig eingeschlossen worden, an manchen Stellen bricht es noch immer von Zeit zu Zeit durch die Erde, oder schießt als Blitz aus der Luft hernieder um sich mit dem Rest seines Elementes zu vereinigen. Diese neue Anordnung der Elemente ist bekannt als die Neue Ordnung, die bis heute besteht. Die MaHutAk zogen sich in ihr jeweiliges Element zurück, nachdem sie beschlossen hatten, die Neue Ordnung bestehen zu lassen. Die folgende Phase der Veränderung gehörte den KaRad-ka. Von den KaRad-ka wird anenommen, dass sie zumeist in der Luft existieren, allerdings immer in der Nähe ihrer verwandten Elemente. Auch die KaRad-ka begannen sich zu vermischen und es entstanden eine neue Art von Gottheiten: die MyRi-dak. An dieser Stelle wird die Anzahl der Gottheiten unzählbar, denn es ist unbekannt wie viele MyRi-dak entstanden. Beinah jede Region auf Cardassia Prime hat ihre eigene Erzähltradition, in der Anzahl und Eigenschaften der MyRi-dak sehr unterschiedlich sind. Jedes MyRi-dak besteht aus zwei Teilen und hat, wie die MaHutAk und KaRad-ka, sowohl eine weibliche, als auch eine männliche Erscheinungsform. Der Charakter jedes MyRi-dak leitet sich ab aus den Attributen seiner Eltern- KaRad-ka. Folgende fünf MyRi-dak kennt die bekannteste und am weitesten verbreitete Schöpfungserzählung: Lüge und Betrug, Zerstörung und Tod, Kraft und Macht, Gleichgültigkeit und Wankelmut, Fruchtbarkeit und Weisheit. Aus den MyRi-dak entstanden letztendlich die ersten Götter, die denen der alten Griechen und Römer ähneln. Aus der männlichen Erscheinungsform von Kraft und Macht und der weiblichen Erscheinungsform Fruchtbarkeit und Weisheit, entstand die wichtigste Gottheit Cardassias: die Muttergöttin. Aus der weiblichen Erscheinungsform von Kraft und Macht und der männlichen Erscheinungsform von Zerstörung und Tod entstand ihr Gefährte: der Jäger. Beide haben Namen, die allerdings von Region zu Region unterschiedlich sind. Auch werden die Namen der Götter in der Regel nicht laut ausgesprochen, aus Angst, ungewollt deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In einem privaten Gebet werden diese wiederum mit ihrem Namen angerufen, vor allem wenn es sich um eine spezifische Bitte für eine bestimmte Gottheit handelt. Im Allgemeinen wird von den Göttern als Gesamtheit gesprochen. Die Gesamtzahl der Göttinnen und Götter, denn diese konnten nicht mehr beide Geschlechter annehmen, ist unzählbar, da jede Erzähltradition und jede Region ihre eigenen spezifischen Gottheiten hat. Einige sind allerdings in allen Regionen gleich, wie zum Beispiel die Göttin der Liebe, der Gott der Jugend, der Gott des Friedens, die Göttin des Herdfeuers und der Familie oder der Gott der Eitelkeit. Beinah jede Göttin hat einen Gefährten, aber auch hier ist es unmöglich, eine klare Aussage zu machen, aufgrund der regional unterschiedlichen Erzähltraditionen. Es gibt nur eine Gemeinsamkeit in allen Erzählungen, dass wann immer eine Göttin oder ein Gott Nachkommen mit jemand anderem als ihrem oder seinem Gefährten hat, die Nachkommen Böses verursachen, wie Krankheiten, Fehlgeburten oder Unfälle. Ebenso der Mythos über die Muttergöttin und den Jäger ist überall gleich. Alle Erzählungen besagen, dass die beiden einzeln über die Neue Ordnung wanderten, bis sie einander trafen und beschlossen Gefährten zu werden. Ihre ersten beiden Kinder waren Zwillinge: Dunkelheit und Licht, die ebenfalls Gefährten wurden - denn unter Göttern ist Verwandtschaft unwichtig - und ebenfalls Zwillinge bekamen: Nacht und Tag, wodurch die Zeit entstand. Die Muttergöttin und der Jäger hatten sechs weitere Kinder: Philosophie, Kunst, Musik und dann Natur, wodurch gleichzeitig alle Pflanzen auf der Neuen Ordnung entstanden. Natur und die letzten beiden Kinder der Muttergöttin und des Jägers waren die einzigen, die nach dem Beginn der Zeit entstanden, und somit sind sie die einzigen, die nicht ewig sind, wie die anderen Gottheiten. Die Letzten beiden sahen aus wie die Muttergöttin und der Jäger, nur waren sie aus Fleisch und Blut. Diese beiden waren Frau und Mann. Sie lebten eine lange Zeit und hatten viele Kinder. Nach ihrem Tod begruben ihre Kinder sie in der Erde, um nicht die toten Körper ansehen zu müssen. Das MyRi-dak Fruchtbarkeit und Weisheit aber hatte Mitleid mit den beiden. Es gab den toten Körpern ein neues Aussehen, erweckte sie neu zum Leben und erschuf so das erste Tierpaar. Es heißt, dass für eine lange Zeit immer dann ein neues Tierpaar erschaffen wurde, wenn eine Frau und ein Mann gemeinsam begraben wurden. Ein alter Glaube besagt, dass weil Frau und Mann direkt von der Weisheit abstammen, wohingegen Tiere nur aus deren toten Körpern gemacht wurden, Frau und Mann klüger sind als alle Tiere.

Leben nach dem Tod? In der cardassianischen Religion gibt es keinerlei Konzept eines Himmels oder einer Hölle, noch einer anderen Art von Unterwelt, oder Totenwelt. Cardassianer ehren ihre Ahnen und haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für das Andenken ihrer Toten. Durch strenge Beerdigungsriten wird sichergestellt, dass der Tote komfortabel in seiner letzten Ruhestädte liegt. Tod und Beerdigung werden als außerordentlich privat betrachtet, und es ist undenkbar, einen Außenstehenden einen Toten ansehen, oder gar an einer Beerdigung teilnehmen zu lassen. Die Frage eines Lebens nach dem Tod war zu allen Zeiten umstritten. In manchen Regionen war der Glaube verbreitet, dass die Toten sich mit den KaRad-ka wiedervereinigen, abhängig von ihrem Charakter zu Lebzeiten. In anderen Gegenden war eher die Ansicht verbreitet, dass die Toten als Schutz-KaRad-ka unter den Lebenden weilen und ihre Angehörigen beschützen. Einige wenige Gemeinden glaubten an eine Wiedergeburt. Heutzutage betrachten die meisten Cardassianer den Körper als das einzige was nach dem Tod zurückbleibt und daher wird noch mehr Wert auf die korrekte Behandlung der sterblichen Überreste gelegt, und damit auf die Einhaltung der überlieferten Beerdigungsriten.

Ahnenkult: Alleine sein, ist für Cardassianer eine schreckliche Vorstellung. Sie finden ihren Halt bei ihren Familie: bei den Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln, Cousinen und Cousins. Und bei ihren verstorbenen Verwandten. Sie glauben, dass ein Teil von ihrer Ahnen lebendig bleibt, solange sie sich an sie erinnern. Die Ahnensteine sollen ihnen dabei helfen. Jeder Stein hier steht für einen Vorfahren. Jede verkörpert die spezifische Persönlichkeit eines verstorbenen Verwandten. So unterschiedlich wie die Steine, waren auch ihre Persönlichkeiten. In jedem cardassianischen Haus gibt es einen Ahnenschrein in dem die Steine aller Vorfahren aufbewahrt werden. Wenn Cardassianer Sorgen haben oder alleine sind, dann gehen wir dorthin und reden mit ihren Ahnen. Die Vorfahren hören sich ihre Sorgen an, spenden Trost und Beistand. Sie sind vielleicht nicht wirklich da, aber indem Cardassianer sich an sie erinnern und die Art wie sie gelebt haben und wie sie mit Problemen umgegangen sind, finden sie Antworten wie sie handeln können.

Logosophium: Ein Logosophium ist eine Art cardassianische Philosophenschule oder Kloster. In einem Logosophium werden die antiken Schriften der hebithianischen Zeit studiert und nach der Weisheit des Universums geforscht. Theorien werden diskutiert und Argumente immer wieder ausgetauscht. In den Logosophien werden hoch entwickelte Geistestechniken gelehrt, über die der Föderation aber wenig bekannt ist.

Technik

Die Cardassianer sind auf einem technischen Niveau, das dem der Föderation in einigen Bereichen unterlegen ist. Allerdings gibt es auch andere Bereiche, wo sie sich einem Vergleich mit föderaler Technik nicht zu scheuen brauchen (z.B. Antriebe). In der Vielfalt der Energienutzungsquellen, in Waffen, Kampfstoffen und biogene Waffen sowie in der Effizienz der Schiffsproduktion sind sie ihr so gar überlegen. Dies gilt natürlich auch für die Techniken der Spionage. Dabei ist der technologische Rückstand weniger ein Problem des Wissens, als ein Problem der Umsetzung. In er theoretischen Forschung sind die Cardassianer meist sehr weit, da Wissen für sie Macht ist. Sie haben einen Hang zum Perfektionismus und schaffen erfolgreiche Spezialisierungen. Aber die Umsetzung braucht länger. Cardassia ist nicht wohlhabend genug, um technologisch so schnell alles einzusetzen wie die Föderation. Rohstoffmangel und die Probleme der Kolonialpolitik machen bei der Einführung neuer Technologien zu schaffen. Alte Technologien werden aus Sparsamkeit länger benutzt und neue langsamer und nicht flächendeckend eingeführt. Cardassianische Technik ist meist schlicht, aber äußerst robust und extrem zuverlässig. Sie ist in der Regel leicht zu reparieren und sehr effizient in der Nutzung ebenso wie in der Produktion. Die Cardassianer haben viel daran gesetzt mit wenigen (billigen) Mitteln das Ziel zu erreichen. Föderationstechniker haben oft Schwierigkeiten mit cardassianischer Technologie umzugehen, da diese auf einem anderen Konzept beruht. Versucht man cardassianische Technik mit Techniken anderer Völker zu kombinieren, kommt es häufig zu Inkompatibilitätsproblemen. Zudem wird die Zielerreichung höher bewertet als Risikominimierung. Daher existiert das Vorurteil, dass die Cardassianer der Föderation unterlegen sein. Andersherum würden Cardassianer wohl den Kopf schütteln über die Ressourcen-Verschwendung bei der Technik der UFP. Auch verstehen die Cardassianer nicht, dass die Föderation auch ein Risiko von 0,7 % für zu hoch hält. Sie selbst sehen ein Risiko von 4 % noch als akzeptabel an. Die Cardassianer wurde im Krieg immer wieder mit mächtigen und gefährlichen Gegnern wie den Klingonen, den Breen, dem Dominion, den Romulanern und der Föderation konfrontiert. Kein anderes Reich des Alphaquadranten hatte sich so häufig gegen andere Mächte zu behaupten wie die Cardassianer. Dadurch sind die Cardassianer heute, trotz mancher verlorenen Schlacht, auf einem sehr hohen Niveau ihrer , denn die haben die im Krieg erbeuteten Schiffe der anderen Spezies stets sorgfällig analysiert. Allerdings leidet der cardassianischer Stand der Technologie auch an dieser lange Zeit gegebenen starken Ausrichtung auf das militärische. Während die Militärtechnik gefördert wurde, wurden andere Bereiche wie z.B. Umwelttechnologie oder Technologie der Freizeitgestaltung vernachlässigt. Die Analyse der cardassianischen Hardware, insbesondere in Gestalt von Raumschiffmaterialien, Computersystemen und Waffen, hat einige bemerkenswerte Unterschiede bei den Designmethoden und bei den Fertigungstechniken zutage gefördert, wie der Vergleich mit Starfleet-Ausrüstung zeigt:

Eingebetteter Warpkern: Die Verwendung des eingebetteten Warpkernantriebes tief in der inneren Struktur von Raumschiffen nutzt den Vorteil einer Verteidigungsschildblase mit geringerem Radius. Ein kleiner, aber vertretbarer Nachteil besteht darin, dass das Warpfeld ein wenig an Effizienz verliert. Auch andere Energiekernsorten: Auf cardassianischen Raumschiffen und -stationen und zur Versorgung von Städten werden nicht nur Energiekerne mit Dilithium-Matrix eingesetzt, sondern auch Uridium- und Ladarium-Energiekerne. Dieses stellt die Energieversorgung auf eine breitere Rohstoffbasis, so dass Cardassia nicht einseitig vom Dilithium abhängig ist. Uridium- und Ladarium-Energiekerne scheinen erheblich weniger für Störungen anfällig zu sein als Dilithium-Kerne. Sie brauchen auch weniger Wartung. Ihr Nachteil ist, dass sie weniger Energie liefern, so dass für die energieaufwendige Erzeugung von Warpfeldern in großen Raumschiffen Dilithium-Kerne verwendet werden. Neuerdings setzen die Cardassianer auch Acelon-verbesserte-Dilithium-Kerne ein, die erheblich stabiler laufen als normale Dilithium-Kerne.

Verteidigungsschilde: Die gleichen Verteidigungsschilde benötigen weniger Energie als bei Starfleet, während sie gleichzeitig durch zusätzliche Lagen zur EM-Energieablenkung und -umwandelung einen guten Schutz vor Phasern und Photonentorpedos bieten.

Strukturmaterialien: Radikal unterschiedliche Verhältnisse in den Strukturmaterialien sind von Schiff zu Schiff in den gleichen Bauteilen zu erkennen. Das könnte entweder auf Anpassung beim Zusammenbau und/oder Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen schließen lassen.

Raumschiffskonstruktion: Rahmen und Hüllenschichten sind einfacher und robuster konstruiert, sie erfordern weniger Energie für die Strukturintegritätsfelder, die die Stabilität der Schiffshülle gewährleisten. Cardassianische Raumstationen sind so robust gebaut, dass sie quasi ewig halten.

Navigationsdeflektoren: Der Navigationsdeflektor des bezieht redundante Disruptorstrahl-Emitter als nominales Hardwaredesign ein.

Computerkern: Computer-Hardware für den Einsatz im All ist in einem höheren Maß an Verstärkung gegen Vibrationen und Subraumfeld-Stöße versehen.

Bewaffnung: Von den Disruptorwaffen an Bord wird angenommen, dass sie bei einem Kampf halbautomatisch bedient werden können.

Tarntechnologie: Die Cardassianer verfügen über Tarntechnologie. Diese ist eine eigene Entwicklung auf der Basis von Erkenntnissen über romulanische, klingonische und Dominion-Technologie. Neben der bekannten Tarnvorrichtung verwenden die Cardassianer noch andere Verschleierungsmechanismen.

KI-gesteuerte Raumschiffe: Die Dreadnougths werden von einer extrem hoch entwickelten KI-gesteuert. Es lässt sich vermuten, dass die Cardassianer recht weit in der KI-Forschung sind, aber diese wegen des Rohstoffmangels noch nicht weit verbreitet einsetzen können oder dieses nicht wollen. Diese KIs sind so weit entwickelte, das angenommen werden kann, dass die Cardassianer auch zum Bau von Androiden in der Lage sind. Warum dies nicht geschehen ist, ist unbekannt.

Querschnittsverenger: Die Cardassianer verfügen über Querschnittsverenger. Mit Hilfe dieser Technik lässt sich die Geschwindigkeit von Raumfahrzeugen für kurze Zeit erhöhen. Die Föderation hat inzwischen Möglichkeiten gefunden, diese cardassianische Technik in ihre Shuttels einzubauen. So verfügt z.B. das Shuttle Southern Star der USS Einstein über einen modifizierten Querschnittsverenger.

Anti-Protonen-Strahl: Mit Hilfe dieses Strahls gelingt es zuverlässiger als mit einem Tachyondetektionsgitter getarnte Schiffe aufzuspüren.

Dilithiumverschlüsselung: Die Cardassianer sind die Erfinder der Dilithiumverschlüsselung, die es erlaubt Dilithiumkristalle durch Manipulationen in der vierten Dimension für die Dauer des Transportes unbrauchbar zu machen. Dadurch kann das Dilithium, sollte es in die Hände von Piraten oder Terroristen fallen, nicht genutzt werden. Den Vertragsstaaten des Dilithiumhandelsgesetzes haben die Cardassianer diese Technologie zugänglich gemacht.

Schnelle Werften: Da cardassianische Schiffe einfach konstruiert sind, können sie sehr schnell produziert werden. Bei der Schiffsproduktionsfrequenz ist Cardassia ganz vorne.

Neuartige Technologien: Der ASDA vermutet, dass einige Schiffe mit einer neuen Art von Subraumschilden ausgerüstet wurde. Der Geheimdienst hat vage Hinweise, dass die cardassianischen Subraumschilde auf einem anderen System als die der Föderation basieren. Es heißt, es sei bei ihnen nicht nötig zwischen Phasern und Torpedos zu unterscheiden. Dieses Schildsystem sei nicht bei Warpgeschwindigkeit zusetzen, denn es werde durch die Kombination der Felder Warpgondeln errichtet. Durch eine starke Verzerrung des Raumes am intermittierenden Warpfeld werde eine sehr dünne Grenzschicht zum Subraum geöffnet. Dadurch werde Materie und Energie, die den Subraumschild berührt, in den Subraum abgeleitet. Obwohl Beweise bislang fehlen, vermutet man, dass dieser Schildtyp im direkten Nahkampf auch als Offensivwaffe benutzt werden könne, wenn das Schiff ein anderes ramme. Dies führe vermutlich zum Zusammenbruch der Schilde des gerammten Schiffes. Der ASDA mutmaßt, dass diese Schiffe nach einer Rammung einige Stunden nicht auf Warp gehen kann (siehe Specs).

Schwächen: Vom Föderationsgeheimdienst werden folgende möglichen Hardware-Schwächen untersucht: Anfälligkeit der Verteidigungsschilde gegen Überladung, Verlust der Warpkernstabilität bei stark belastenden Flugmanövern, Computerviren-Probleme bei älteren Raumschiffen, Ausfall der Sensorenerfassung der Feuerkontrolle unter Mehrfachabschussbedingungen und Mängel bei der Tarnung der Warpantriebsspur bei älteren Schiffstypen.

Es gibt weiterhin Hinweise für folgende Forschungsschwerpunkte:

  • Konvergente Materiedisruption
  • Negativmaterie-Waffen
  • Nutzung der K-Schicht des Subraums (indirekte Tarnung)
  • Rechengeschwindigkeiten von Computern im Transwarpbereich
  • Theoretisch für Energiewaffen undurchlässige Schilde

Die Cardassianer haben mehrere unterschiedlicher Größe, die alle mehr oder weniger dasselbe Aussehen haben. Es sind lang gestreckte Konstruktionen mit einem aufgesetzten, flachen Kopfteil und einer dreieckigen Flossenpartie. Unterhalb der Kopfsektion liegen die Deflektoren und Waffensysteme.

Soziale Haltung

Staatsphilosophie Zur cardassianischen Philosophie gehören der feste Glaube an die Autorität des Staates und der Respekt vor dieser. Es ist seine höchste Aufgabe, sein Leben, sein Handeln und sich selbst dem Staat unterzuordnen und dessen Bedürfnisse und Stabilität mit allen Mitteln zu gewährleisten. Als Gegenleistung ist sich der Bürger gewiss, dass der Staat für seine Sicherheit garantiert und sich um alle Belange kümmert. Er sorgt für eine sehr gute Ausbildung, spezielle Förderung der Fähigkeiten des Einzelnen, die kulturellen und intellektuellen Bedürfnisse, für Recht und Ordnung durch ein perfektioniertes Rechtssystem, ein umfangreiches medizinisches System, zu dem jeder Bürger freien Zugang hat und für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung, so dass seit hunderten von Jahren kein cardassianischer Bürger mehr hungern musste oder ohne Obdach war. Im Gegenzug erwartet der Staat bedingungslose Loyalität und Unterstützung. Dieses Prinzip ist es, was den cardassianischen Staat ausmacht und den Glauben der Bevölkerung an dessen Autorität festigt. Wie sich zum Beispiel das cardassianische Rechtssystem den Bedürfnissen der Bürger unterordnet und diesem durch jeden öffentlich ausgestrahlten Prozess zeigt, dass der Staat -und damit das Gute- am Ende immer siegreich ist, selbst wenn das Wohl des Einzelnen diesem hohen Ziel gelegentlich geopfert werden muss, was jedoch gerne gemacht wird, weil es aus einer tiefverwurzelten Philosophie entspringt und jedem Cardassianer bereits mit der Geburt so beigebracht wird.

Ausbildung Auch Bildung ist für Cardassianer von hohem Wert. Von der cardassianischen Bildung heißt es, sie sei einzigartig im Alpha-Quadranten. "Bildung ist Macht, und Freude bedeutet Verletzlichkeit' und "Es gibt kein Problem, dass von einem disziplinierten cardassianischen Verstand nicht gelöst werden könnte" sind Sprichwörter, die dieses verdeutlichen. Gewöhnlich sind Cardassianer auf breiter Ebene gebildet und für ihr hervorragendes, zum Teil fotografisches, Gedächtnis bekannt. Ein Cardassianer weiss noch viele Monate später genau, wer, was gesagt hat, bzw. nicht gesagt hat. Oft brauch er eine Seite eines Buches oder die Anordnung von Tastaturen nur einmal gesehen zu haben, um sie auswendig zu können. Das cardassianische Schul- und Hochschulwesen gehört zu den besten überhaupt. Auf Cardassia werden Begabungen, seien sie technischer, künstlerischer, musikalischer oder intellektueller Natur, bereits im frühesten Alter erkannt und gezielt gefördert. Manche Kinder nehmen schon im Alter von vier Jahren an intensiven mentalen Ausbildungsprogrammen teil. Dadurch erwerben einige Cardassianer genug geistige Disziplin um sich sogar einer vulkanischen Bewusstseinsverschmelzung zu entziehen. Eine weitere Eigenschaft der Cardassianer besteht in einer an Besessenheit grenzenden Aufmerksamkeit für Details. Auf Welten, die unter ihrer Kontrolle standen -zum Beispiel Bajor-, reorganisierten sie die Verwaltung von Aufzeichnungen.

Männer und Frauen Obwohl cardassianische Männer und Frauen in der Regel unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen, sind sie doch völlig gleichberechtigt. So haben Frauen wie Männer hohe Staatsämter oder Ämter im Obsidianischen Orden inne. Trotzdem existiert auch weiterhin die diskriminierende Norm, dass der soziale Status einer Frau von ihrer Fähigkeit Kinder zu gebären abhängt (Kinder sind ein hoher Wert in der cardassianischen Gesellschaft). Traditionell wird der wissenschaftliche Sektor von Frauen dominiert, da diese über ein besseres logisches und rationales Denkvermögen und mehr Objektivität verfügen, was sie für die Naturwissenschaften, das Ingenieurwesen die Forschung, die Planung und Konstruktion stärker qualifiziert als Männer, welchen jedoch ebenfalls eine wissenschaftliche Laufbahn nicht verwehrt ist. Männer hingegen sind aufgrund ihres Temperaments und ihrer größeren Emotionalität bevorzugt für das Militär geeignet, obwohl auch dieses Frauen offen steht. Der weibliche Anteil ist jedoch sehr gering und beschränkt sich vor allem auf Sicherheitseinheiten auf Cardassia Prime im Umfeld des Zentralkommandos. Der Anteil von Männern und Frauen im künstlerischen, musischen, juristischen und geisteswissenschaftlichen Bereich ist ausgewogen. Das Amt des Arkon (=das oberste Richteramt) wird aus oben bezeichneten Gründen jedoch überwiegend von Frauen ausgeübt. Über das Verhältnis der Geschlechter beim Obsidianischen Orden liegen keine verlässlichen Daten vor, man geht aber von einem ausgeglichenen Verhältnis aus. Beide Elternteile nehmen aktiv an der Erziehung der Kinder teil, obwohl beide ihre Karriere haben. Da aber stets die Großfamilie (Onkel, Tanten, besonders natürlich die nicht mehr arbeitenden Großeltern usw.) und der Staat die Kinder erzieht, stellt die Betreuung der Kinder keinerlei Schwierigkeiten dar. In manchen Fällen wird harsches Verhalten zwischen Männern und Frauen als eine Art des Flirts oder des sexuellen Verlangens interpretiert. Diese Art der Werbung wird auf cardassianisch als R'es Ver'al bezeichnet.

Das Zentralkommando Das Zentralkommando war schon immer die Regierung der Cardassianischen Union, doch im Laufe der Geschichte hat das Zentralkommando viele tiefgreifende Veränderungen mitgemacht. Schon während der Hebitianischen Zeit und später, zur Zeit der Ersten Republik, hatte das cardassianische Volk eine zentrale Regierung, die früher Tdar'n-Goran (Ministerrat) genannt wurde. Der Tdar'n-Goran zerfiel, als sich die Regierung über die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der verheerenden Hungersnöte und der Ressourcen-Knappheit zerstritt und bürgerkriegsartige Zustände auf Cardassia Prime herrschten. Erst mit der Machtübernahme des Militärs kehrte wieder Ruhe ein und eine zentrale Autorität wurde geschaffen: Das Zentralkommando. Nach wie vor ist das Zentralkommando gleichzeitig die cardassianische Regierung und damit die zentrale Entscheidungsgewalt. An der Spitze des Zentralkommandos steht ein vom Volk gewählter Legat, der mit einem Präsidenten zu vergleichen ist. Ihm zur Seite stehen die Minister (cardassianisch "Goran" genannt), die beratende Funktion haben und den Ministerien vorstehen. Im Unterschied zum damaligen System hat es nach dem Abzug der Sep´tarin im neuen cardassianischen Staatssystem deutliche Reformen gegeben. Zwar steht Cardassia nach wie vor unter der Herrschaft des Zentralkommandos, dennoch haben neuerdings die ehemals beratenden Institutionen nun Mitspracherecht und in den bestimmten, ihnen zugewiesenen Kompetenzbereichen, eigene Entscheidungsgewalt. Dies dient der Gewaltenteilung und der Entschlackung des Staates, der Beschleunigung der Umsetzung sozialer Belange ohne Umweg über das Zentralkommando und der Vermeidung von bürokratisch-uneffektiven Verfahrensweisen.

D'Tapa-Rat In der alten Cardassianischen Union diente der D'Tapa-Rat, der sich aus speziell entsandten Mitgliedern der einzelnen Institutionen und staatstragenden Säulen zusammensetzte, vor allem der Koordinierung der Zusammenarbeit. Seine vordringlichste Aufgabe bestand in der Überwachung der Einhaltung der einzelnen Kompetenzbereiche und dem Schlichten von Streitigkeiten, vor allem zwischen dem Obsidianischen Orden und dem Zentralkommando. Aufgrund der lang anhaltenden Konflikte zwischen beiden Organisationen wurde ein Gesetz erlassen, dass sowohl den Orden als auch das Zentralkommando verpflichtete, unabhängig voneinander regelmäßig Rechenschaft über ihre Aktivitäten vor dem D'Tapa-Rat abzulegen, da der Orden behauptete, das Zentralkommando schließe ihn aus und gefährde so die Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit. Das Zentralkommando konterte mit der Beschwerde, der Orden versuche, Einflussnahme auf die Entscheidungsgewalt des Zentralkommandos zu nehmen, weigere sich aber andererseits, sich selbst in die Karten schauen zu lassen. In einem Kompromiss wurde vom D'Tapa-Rat ein Gesetz erlassen, das dem Orden gestattete, bei allen größeren Aktionen des Zentralkommandos einen Repräsentanten zu schicken, der -ohne das Recht zur Einflussnahme- eine Beobachterfunktion ausüben durfte. Andererseits wurde es dem Orden verboten, jegliches militärisches Gerät zu besitzen. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hatte, wurden beide Auflagen von den einzelnen Seiten verletzt; das Zentralkommando operierte hinter dem Rücken des Ordens und gefährdete dadurch einige Male in großem Maße die Innere Sicherheit und der Orden errichtete in einem ihm zugesprochenen gesperrten System Schiffswerften.

Die Klausel, die das Verhältnis zwischen dem Obsidianischen Orden und dem Zentralkommando regelte, ist nach der Reform hinfällig geworden; dadurch, dass der Leiter des Ordens gleichzeitig einen Sitz und damit eine Stimme im Zentralkommando erhalten hat, erübrigt sich eine gegenseitige Kontrollfunktion. Dem Orden ist es jedoch nach wie vor nicht gestattet, militärisches Gerät zu besitzen. Sollte er dieses benötigen, hat der Leiter jedoch die Möglichkeit, eine Eingabe im Zentralkommando zu machen und Bereitstellung entsprechender Mittel zu fordern. Nach Offenlegung der Gründe kann über diesen Vorschlag abgestimmt werden. Dies verhindert auch zukünftige geheime militärische Operationen des Ordens, die ohne Zustimmung der cardassianischen Regierung geschehen. Nach den Reformen ist der D'Tapa-Rat mit einem Zwei-Kammern-Parlament zu vergleichen und setzt sich aus direkt vom Volk gewählten Vertretern und aus Mitgliedern des Wíssenschaftsrates, des Kulturrates, des Ministerialrates, der Justizkammer und einzelnen Ministerien zusammen. Seine Aufgabe ist nach wie vor die Koordinierung der Zusammenarbeit der einzelnen staatstragenden Säulen sowie die Überwachung der Einhaltung der Gesetze. Neu ist, dass der D'Tapa-Rat die Gesetze des Zentralkommandos billigen muss. Dazu reicht aber in fast allen Fällen die einfache Mehrheit.

Kultur- und Wissenschaftsrat Kultur- und Wissenschaftsrat haben als fachlich kompetente Institutionen ausreichend Handlungsspielraum erhalten, um ohne Umweg und ohne Zustimmung des Zentralkommandos ihre Belange selbständig zu entscheiden. Die Kompetenzen der einzelnen Institutionen sind streng definiert und beinhalten keine Angelegenheiten, die staatliche Belange tangieren. In erster Linie geht es bei der neuen Kompetenzverteilung um die Freiheit von Entscheidungen auf lokaler und regionaler Ebene. Auch hat sich die Zusammensetzung des Zentralkommandos geändert; es besteht nicht mehr ausschließlich aus Angehörigen des Militärs, sondern es setzt sich nun aus neun gewählten Mitgliedern mit jeweils eigenen Zuständigkeiten und Kompetenzen zusammen. Die Posten sind streng definiert und die Mitglieder werden nicht mehr von den anderen Mitgliedern gewählt, sondern vom Volk. Eine weitere Reform besteht darin, dass der Führer des Obsidianischen Ordens einen Sitz im Zentralkommando und damit Stimmrecht besitzt. Dies soll die in der Vergangenheit oftmals fatale Konkurrenzsituation zwischen dem Orden und dem Zentralkommando entschärfen. Der Führer des Ordens bleibt solange Mitglied des Zentralkommandos, wie er seine geheimdienstliche Position innehat.

Der Wissenschaftsrat Eine wichtige Säule im cardassianischen System ist der Wissenschaftsrat, der die alleinige Entscheidungsgewalt in wissenschaftlichen Fragen hat und dem auch Forschung und Lehre unterstehen. Dieser ist überwiegend weiblich dominiert, da die Natur- und Ingenieurwissenschaften traditionell von werden. Auf Cardassia gilt der Grundsatz, dass Frauen bessere Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen sind als , da sie über ein besseres logisches Denkvermögen verfügen und sachlicher sind, wohingegen Männer aufgrund ihrem Hang zu emotionaler Handlungsweise und Begeisterungsfähigkeit besser für das Militär geeignet sind, das deswegen traditionell männlich dominiert ist.

Der Kulturrat Auch gibt es einen unabhängigen Kulturrat, der sich bemüht, die kulturellen und intellektuellen Errungenschaften und Leistungen Cardassias zu wahren. Er sorgt dafür, dass auf Cardassia die Kunst gefördert wird und das derartige Begabungen schon bei Kindern im jüngsten Alter erkannt und gezielt gefördert werden. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat kümmert er sich um die intensiven Trainingsprogramme zur Schulung des Geistes, dem Kinder auf Cardassia ab dem dritten Lebensjahr unterworfen werden und dem die Cardassianer unter anderem ihr ausgezeichnetes fotografisches Gedächtnis zu verdanken haben. Auch lernt ein Cardassianer in frühesten Jahren Disziplin und die Notwendigkeit, warum es wichtiger ist, viel zu lernen als ausgerechnet die Zeit im Leben zu vertrödeln, in der der Geist noch am formbarsten und aufnahmefähigsten ist, wie dieses zum Beispiel Menschenkinder tun.

Militär: Es ist unmöglich, die Cardassianer und das Militär zu trennen. Über fast 500 Jahre war die Cardassianische Union eine Militärdiktatur. Auch wenn der cardassianische Staat heute zahlreiche Reformen durchgeführt hat und keine Diktatur mehr ist, spielt das Militär immer noch eine große Rolle. Alle cardassianischen Männer und Frauen müssen eine dreijähre Militärpflichtzeit absolvieren. Wie alles auf Cardassia ist das Militär in verschiedene Orden unterteilt. Die bekanntesten militärischen Orden sind:

  • Der erste Orden:

Der erste Orden ist die Hauptverteidigungsflotte der Cardassianischen Union. Er verteidigt die Heimatwelt und die umliegenden Planeten und Stationen. Das Flaggschiff dieses Ordens ist die Kardaasiy'n Meor, die oft den Legaten oder andere hochrangige cardassianische Politiker auf diplomatischen Missionen transportiert. Von der Kardaasiy'n Meor werden häufig auch militärische Aktionen oder Manöver mit mehreren Orden kommandiert.

  • Der zweite Orden:

Der zweite Orden ist die logistische Einheit des cardassianischen Militärs. Er ist für den Bau, die Reparatur und Versorgung der Flotte und der Raumstationen zuständig. Alle cardassianischen Frachter stehen unter der Kontrolle des zweiten Ordens. Zivilisten, die handeln wollen, werden durch die Akademie rekrutiert und werden zivile Mitglieder des zweiten Ordens.

  • Der dritte Orden:

Der dritte Orden ist die Hauptkampfeinheit der Cardassianischen Union und verantwortlich für Kampagnen gegen fremdes Militär. Aus diesem Grund treffen Aliens bei militärischer Ausdehnung der Cardassianischen Union meistens nur mit diesem Orden zusammen. Die meisten cardassianischen Raumschiffe gehören diesem Orden an, wobei die Galorklasse dominiert.

  • Vierter/fünfter/sechster Orden:

Diese Orden sind die allgemeinen Polizei- und Scouteinheiten der Union. Sie patrouillieren im cardassianischen Raum und sichern ihn gegen Invasoren oder andere Eindringlinge. Sie halten auch den Marquis in Schach. Diese Orden haben viele Schiffe mit hervorragenden Sensoren, die alle Arten von Raumern aufdecken können, auch getarnte Schiffe.

  • Der siebte Orden:

Der siebte Orden wurde gegründet, um eine Einheit von hochtrainierten Kämpfern zu haben. Seine Mitglieder sind sowohl im Raumkampf als auch im Bodenkampf hervorragend ausgebildet. Diese cardassianischen Soldaten sind die Elite der Elite. Es ist eine hohe Ehre ein Mitglied des siebten Ordens zu sein und entsprechend stark ist der Corpsgeist dieses Ordens. Sein Motto lautet: Tod allen Feinden Cardassias.

  • Der achte Orden:

Der achte Orden ist auf Forschung und Entdeckung spezialisiert. In diesem Orden sind auch alle Mediziner und Councelors. Die Forschung an fortgeschrittenen Raumschifftechniken (insbesondere von Sensoren) wird auch durch diesen Orden betrieben. Wegen seines hauptsächlich wissenschaftlichen Auftrages besteht er zu 68,7% aus Frauen.

  • Der neunte Orden:

Der neunte Orden ist auf Infiltration, Raides, hit-and-run-Manöver oder andere Geheimaktionen spezialisiert für die das Zentralkommando nicht immer offiziell die Verantwortung übernehmen will. Während der Obsidianische Orden viele der Missionen des neunten Ordens leitet, ist er ansonsten (offiziell !!) nicht berechtigt eigene Schiffe zu haben. Aus diesem Grunde muss der Obsidianische Orden mit dem neunten Orden zusammenarbeiten.

  • Der zehnte, elfte Orden:

Diese Orden sind die Bodentruppen der Cardassianischen Union.

  • Der zwölfte Orden:

Der zwölfte Orden ist die Pioniereinheit der Cardassianer und für Bodenkämpfe zuständig.

Der Obsidianische Orden: Der Obsidianische Orden cardassianischer Geheimdienst und -polizei. Er wurde vor 500 Jahren gegründet und ist, wie das Zentralkommando, theoretisch an die Weisungen des gebunden. Der Obsidianische Orden folgte jedoch stets seinem eigenen Kurs. Früher war der Orden nur für Angelegenheiten der inneren Sicherheit zuständig, doch im Laufe der Jahre war er an Terroranschlägen, Attentaten sowie groß angelegten Spionage- und Militäroperationen beteiligt. Er hat sich den Ruf erbarmungsloser Effizienz erworben, der dem des romulanischen Tal Shiar in nichts nachsteht und ihn vielleicht sogar noch übertrifft. Der frühere Sicherheitschef von DS9 hielt ihn für den besten Geheimdienst der Quadranten. Seine Mitglieder sind perfekte Spione. Ihr strikter Kodex lässt die Agenten des Obsidianischen Ordens in Schatten gehüllt. Unabhängig von allen anderen Zweigen der Union scheinen sie kaum zu existieren, so gut können sie sich tarnen. Nichtsdestotrotz kann der Obsidianische Orden innerhalb kürzester Zeit große Erfolge erzielen. Man weiss nie, wo der Obsidianische Orden mitwirkte. Er zeigt jedoch eine Vorliebe für die Einmischung in die Politik von anderen Welten. Ein einzelner Agent des Ordens ist in der Lage, eine Regierung zu stürzen und einen Bürgerkrieg zu entfachen. Viele Agenten des Obsidianischen Ordens werden genetisch verändert um Mitglieder anderer Völker darzustellen. Diese Agenten verbringen viele Jahre undercover. Der Obsidianische Orden hat seine Undercover-Agenten bei allen Großmächten eingeschleust, wo sie sich leicht Zugang zu Datenbanken verschaffen und diese auch modifizieren können ohne dabei Verdacht zu erregen. Das Verhältnis zwischen dem Orden und dem cardassianischen Militär war seit jeher angespannt. Obwohl sie theoretisch gleichgestellt sind, befanden sich die beiden Kräfte in einer kaum verhohlenen Gegnerschaft. Mitglieder des Ordens "beobachteten" Militäroperationen. So sollte sichergestellt werden, dass alle Beteiligten mit der nötigen Hingabe und Effizienz arbeiteten. Es bot dem Orden auch die Gelegenheit, jene Operationen zu sabotieren, von denen er das Gefühl hatte, dass sie sich in die "falsche" Richtung entwickeln. Die cardassianische Verfassung verbot es dem Obsidianischen Orden zwar schon früher, militärische Ausrüstung zu kontrollieren, aber erst heute kann dieses Prinzip nach und nach durchgesetzt werden. Lange Zeit konzentrierte sich ein Großteil der Arbeit des Obsidianischen Ordens auf potenzielle Dissidenten innerhalb der Cardassianischen Union. Der Orden führt Akten über jedes Mitglied der cardassianischen Bevölkerung. Aus diesem Grunde fürchteten ihn die meisten Cardassianer. Dies traf auch auf die höchsten Ebenen der Gesellschaft zu. Niemand war sicher. Nach dem Umsturz und der Bildung der heutigen Übergangsregierung, versuchte das Reformen einzuleiten, die jedoch erst nach den gescheiterten Intrigen Gul Enrehs und Gul Kendras, die zu einer Schwächung des Obsidianischen Ordens führten, verwirklicht werden konnten. Nunmehr versucht das neue Zentralkommando zu erreichen, dass der Obsidianische Orden nur noch für Konzepte der äußeren Sicherheit und nicht mehr zur Überwachung des eigenen Volkes eingesetzt wird. Inwieweit dieses gelingen kann, wird von der Widerstandskraft des Ordens und der Bereitschaft der Regierung abhängen, den Orden nicht gegen ihre innenpolitischen Feinde einzusetzen.

Die Gerichtsbarkeit: Die Rechtsprechung auf Cardassia wirkt sehr hart und schwierig nachvollziehbar für Außenstehende. Der Täter wird als schuldig angesehen bis seine Unschuld bewiesen wurde. Obwohl es ein Verfahren vor Gericht gibt, kennt man schon vorher das Urteil und das Gerichtsverfahren findet nur für das Volk statt. Man will damit die Stärke der Regierung beweisen und das Vertrauen des Volkes in den Staat erneuern und stärken.

Es mag Außenstehenden befremdlich erscheinen, dass das Urteil bereits feststeht, ehe der Angeklagte erfährt, dass er verurteilt wurde. Aber das hat seine Gründe: Alle Anklagen durch den cardassianischen Staat enden zwangsläufig mit einer Verurteilung, weil der Angeklagte erst dann vor (ein öffentliches) Gericht gestellt wird, wenn er bereits für schuldig befunden wurde. Es ist keineswegs so, dass es kein ordentliches Verfahren geben würde. In der Tat gibt es einen Prozess, der terranischen Prozessen gar nicht unähnlich ist. Es lässt sich vielleicht mit dem auch in unserer Justiz möglichen Verurteilung in Abwesenheit vergleichen. Es gibt Verteidiger und Staatsanwälte und Richter. Beweise werden gebracht und Zeugen gehört. Schuld oder Unschuld kann sich heraus stellen und es wird sorgfältig und akribisch von beiden Seiten gearbeitet. Ohne Gesetze und Beweise läuft hier nichts, es wird alles dokumentiert und von den beiden Kammern überprüft, wenn jemand Zweifel erhebt. Die Erklärung liegt darin, dass bei Beweisen gegen eine Schuld einer Person es gar nicht zu einer Anklage kommt.

Die Cardassianer waren immer schon eine sehr familienverbundene Spezies. Die Familie ist für sie, neben Cardassia, ihr höchster Wert und sie sind auch ihr gegenüber außerordentlich loyal. Der Familienverband ist neben dem Staat die wichtigste Stütze jedes Cardassianers, weswegen es nichts schlimmeres für ihn gibt, als von der Familie verstoßen zu werden oder den Kontakt mit ihr zu verlieren. Daher ist es auch selbstverständlich, dass die Cardassianer sehr viel Wert auf ihr Familienleben legen. Oftmals leben vier bis fünf Familiengenerationen unter einem Dach. Es hat soziale und ethische Bedeutung, sich um Eltern und Kinder zu kümmern. Ein Verstoß gegen die zahlreichen, mit der Familie verknüpften Normen, hat zumeist drastische Folgen. Als bekannt wurde, dass der wichtige cardassianische Politiker Pa'dar sein Kind auf Bajor zurückgelassen hatte - er hielt es für tot -, musste er seine berufliche Laufbahn gedemütigt aufgeben. Dieser Vorfall kommt einer Ironie des Schicksals gleich: Zwar hat die Familie bei den Cardassianern einen hohen Stellenwert, aber Vollwaisen haben in der cardassianischen Gesellschaft keinen Status und werden für gewöhnlich als Ausgestoßene behandelt. Dies kommt aber selten vor, da Kinder, die ihre Eltern verlieren, von der weit gespannten cardassianischen Großfamilie aufgenommen werden. Insofern hat der niedrige Status der Vollwaisen etwas damit zu tun, dass ihre gesamte Familie ausgelöscht wurde. Am schwersten ist es für cardassianische Mischlingskinder, die ohne ihren cardassianischen Elternteil aufwachsen müssen. Außereheliche Kinder, besonders die aus einer Verbindung zweier Rassen (Cardassianer und eine andere Rasse), werden nicht toleriert und ihnen wird befohlen, die gesetzliche Familie und die Reinheit der Rasse zu schützen, indem sie sich selbst töten oder getötet werden. Allerdings fällt es cardassianischen Eltern solcher Kinder immer schwer diesen Schritt zu vollziehen. Prominente Männer wie Gul Dukat oder Botschafter Marak haben es nicht übers Herz bringen können ihr Kind zu töten, auch wenn es unehelich von einer Nicht-Cardassianerin geboren wurde und sie schwere Schande dadurch auf sich und ihre Familien luden.

In der cardassianischen Kultur wird das hohe Alter als ein Zeichen von Weisheit und Kraft angesehen. Daher werden alte Leute im allgemeinen und ältere Verwandte im besonderen sehr respektvoll behandelt. In jedem cardassianischen Haus gibt es einen besonderen Ort, der der "Ort der Alten" genannt wird. Von dort aus kann man meist alle Vorgänge in Haus und Hof beobachten und es ist eine große Ehre von den den alten Leuten dort geduldet zu werden. Ein besonderer Dienst, den man ihnen erweist, ist der "Dienst an den Ältesten". Dieser Dienst ist weit gespannt und beinhaltet unter anderem, dass man das Essen für alte, bereits zahnlos gewordene Familienmitglieder vorkaut. In der neuen Zeit, in der es Replikatoren gibt, mag diese Art der Speisezerkleinerung Mitgliedern anderer Völker als ekelerregend erscheinen, nicht aber den Cardassianern. In der Tat wären ältere Cardassianer beleidigt, wenn ihre Kinder oder Enkel ihnen diesen Dienst verweigern würden und ihnen statt dessen seelenlosen Replikatorbrei vorsetzen würden.

Stirbt ein Mitglied der Familie, tragen die übrigen Mitglieder oft jahrzehntelang Trauer. Ideell gehören die verstorbenen Mitglieder einer Familie immer noch dazu. Die Cardassianer pflegen einen Ahnenkult und in vielen Ritualen werden die früheren und zukünftigen Generationen beschworen. Möglichst viele Kinder zu haben wird von Cardassianern angestrebt. Die Kinderzahl einer durchschnittlichen cardassianischen Familie beträgt fünf bis acht. Kinder gelten als das wichtigste Kapital des Staates. Der Fortschritt der Medizin verhindert alle Geburtsschädigungen. Die meisten Schwangerschaften sind geplant. Obwohl die meisten Cardassianerinnen ihre Kinder natürlich austragen, sind künstliche Gebärmuttern, Inkubatoren, Embryo-Transplantationen oder Leihmütter als Alternativen akzeptiert. Kinderlosigkeit ist keine freiwillige Entscheidung. Cardassianer, die keine Kinder haben wollen, werden als unpatriotisch angesehen und diskriminiert. Die Eltern verbringen viel Zeit mit ihren Kindern und versuchen sie zu musterhaften Bürgern zu erziehen. Auch wenn die cardassianische Erziehung streng ist -cardassianische Kinder trainieren bereits im Alter von 4 Jahren ihre mentalen Fähigkeiten, was wohl auch der Grund für das fotographische Gedächtnis der Cardassianer sein dürft-, bekommen sie aber einen sehr viel stärkeren Rückhalt von ihren Eltern und der Großfamilie als z. B. menschliche Kinder. Cardassianer sind normalerweise strenge, aber liebende Eltern. Sie lieben ihre Kinder alle gleich, selbst die von nicht-cardassianischen Partnern, sofern diese nicht als Kind getötet wurden. Von aller frühster Jugend an werden cardassianische Kinder dazu erzogen, die Familiensolidarität hoch zu schätzen. Diese Loyalität im Kleinen wird auch auf das gesamte cardassianische Volk ausgedehnt. Cardassianische Kinder im Schulalter nehmen an vielen Gruppenaktivitäten, insbesondere des Staates, teil. Wenn cardassianische Kinder das zehnte Lebensjahr erreichen wird ihnen ein Zahn gezogen und an die Identifikationsbehörde geschickt.

Liebe, Ehe und Sexualität: Das Hauptanliegen der cardassianischen Heirat ist, die nächste Generation gesunder, gut ausgebildeter und betreuter Kinder für die Cardassianische Union zu sichern. Anders als beispielsweise die menschliche Ehe ist sie nicht Paar- sondern Kinderzentriert. Die cardassianische Heirat wird hauptsächlich unter praktischen Gesichtspunkten mit einer familiengeschäftlichen Einstellung betrachtet. Auch sind Hochzeiten oft politisch motiviert, um den Aufstieg zu festigen oder zwei mächtige Familien miteinander zu verbinden. Dabei spielt der Staat auch eine wichtige Rolle, der in der Vergangenheit häufig rivalisierende Familien miteinander über Heiraten zwangsversöhnte. Liebe wird hingegen nicht von den cardassianischen Ehepartnern verlangt. Es reicht, wenn beide Partner ihre Pflicht erfüllen und ihrer Familie keine Schande machen. Dennoch ist Liebe nicht selten eine Nebenfolge der lebenslangen Partnerschaft, indem aus gemeinsamen Erfahrungen erst Vertrauen und Respekt und dann tiefe Zuneigung und Liebe erwächst.

Da Cardassianern sexuelle Kontakte außerhalb der Ehe, sofern diese nichts mit Liebe zu tun haben oder Kinder aus ihnen entspringen, gestattet sind, erwarten sie auch nicht so viel von der Heirat wie Menschen. Cardassianer gehen offen und unverkrampft mit Sex um. Die Sexualität wird als Grundbedürfnis angesehen, ähnlich wie Essen, Trinken oder Schlafen. Die überwiegende Mehrheit der Cardassianer ist heterosexuell. Die Zahl der Bisexuellen oder Homosexuellen ist ungefähr gleich mit der bei Menschen. Während Bisexualität akzeptiert wird, wird Homosexualität gesellschaftlich nicht anerkannt, weil die Fortpflanzung, die Zeugung von Kindern, einen hohen Wert darstellt. Jungfräulichkeit hat keinen speziellen Wert in der Cardassianischen Gesellschaft. Ein Mangel an sexuellem Interesse gilt als wichtigstes Anzeichen von Depression.

Heiraten mit Nicht-Cardassianern sind sehr selten. Sie kommen meist bei Cardassianern vor, die nicht in der Union oder auf Außenposten und neu besiedelten Kolonialwelten leben. Auch wenn diese Verbindungen in der cardassianischen Gesellschaft nicht gern gesehen werden, sind sie vom Staat rechtlich anerkannt. Gemischte Paare leben aber meist in eheähnlicher Gemeinschaft miteinander. Cardassianische Eltern eines erwachsenen hybriden Kindes wünschen, dass es einen reinrassigen Cardassianer heiratet, um "die Blutlinie zu verbessern". Folglich identifizieren sich die meisten gemischten Cardassianer weniger mit ihrer nicht-cardassianischen Seite, es sei denn, sie wurden nicht von ihrem cardassianischen Elternteil erzogen. Mischlingskinder haben es sehr schwer, denn sie werden nur geduldet und nicht voll akzeptiert. Sie sind nur schlecht in die cardassianische Gesellschaft integriert und erreichen fast nie einen hohen sozialen Status, es sei denn, ihr cardassianischer Elternteil war außergewöhnlich mächtig und prominent.

Amdakat: Die Amdakat-Verbindung ist die höchste Form der Liebe und ist den Cardassianern heilig. Amdakat geht viel tiefer als "wahre Liebe". Sie bedeutet die tiefe Verbundenheit zweier Seelen, eine Einheit, die alle Bereiche der Liebe, des Lebens und der Sexualität umfasst. Ein Amdakt ist die "Liebe eines Lebens" und kommt vor allem anderen, selbst vor dem eigenen Leben. Es ist ein unzerbrechliches Band, das nicht einmal bei dem Tod eines Partners endet. Anders als die Ehe ist Amdakat Paar-zentriert, auch wenn Kinder gezeugt und erzogen werden. Eine solch tiefe Beziehung ist natürlich sehr selten und die meisten Cardassianer werden vermutlich nie eine Amdakat-Beziehung finden. Weil Nicht-Cardassianer außerhalb des u´rarish stehen, kann zu ihnen keine Amdakat-Verbindung aufgebaut werden.

Speisen und Getränke Cardassianer lieben gutes Essen und legen sehr viel Wert darauf, wie es arrangiert und zubereitet wird. Andere Kulturen teilen nicht unbedingt den Geschmack der Cardassianer. Dies mag mit den unterschiedlichen Physiologien zusammenhängen. Die cardassianische Küche ist sehr vielseitig und verwendet gerne kontrastreiche Gewürze. Im Gegensatz zur französischen Küche, die häufig ähnliche Gewürze (z. B. Thymian, Majoran etc) einsetzt, arbeiten die Cardassianer bewusst mit Kontrasten, um die "Vollkommenheit" zu erreichen. Seit den Tagen der bajoranischen Besatzung werden auch bajoranische Gewürze und Gemüsesorten verwendet. Allerdings sind Cardassianer auf einige der am häufigsten vorkommenden bajoranischen Gemüsesorten stark allergisch. Sie bekommen Erstickungsanfälle. Da sie befürchteten, die Bajoraner könnten sie mit diesen Speisen vergiften, verbrannten sie diese Früchte und zerstörten die Felder und Plantagen, worauf sie angebaut wurden. Dies führte zu Hungersnöten unter den betroffenen Bajoranern und war mit ein Grund für die hohe Sterblichkeit in den Arbeitslagern während der Besatzungszeit.

Cardassianische Spezialitäten sind zum Beispiel Yarnok-Soße und Kanar. Taspar-Eier sind bei Cardassianern sehr beliebt, sie stammen von cardassiannischem Geflügel. Gekocht gelten sie auf Cardassia Prime als Delikatesse. Rohe Taspar-Eier finden Cardassianer abscheulich. Die Speisen der Cardassianer reflektieren deutlich ihrer Lebensart. Sie sind frei von Spielereien und auf ihre grundlegende Struktur reduziert; oft sind die Zutaten von irritierender Vielfalt, da sowohl extrem scharfe als auch extrem süße Zutaten verwendet werden. Damit erreichen die Cardassianer auch, dass sie in ihren Speisen die wesentlichen Elemente erkennen können, was bei vielen gleichartigen Zutaten zweifellos nicht mehr möglich wäre. Das extremste Beispiel, das diese Besonderheit illustriert, ist die Yamok-Sauce, die für irdische Geschmacksnerven eine Beleidigung darstellt. Für die Cardassianer verkörpert sie dagegen das Ideal, das sie in allem, was sie erschaffen, zu erreichen versuchen. Es gibt sie in zwei Ausführungen -scharf und süß- und demzufolge sind ihrem Einsatz fast keine Grenzen gesetzt. Im Übrigen wird sie -entgegen aller Gerüchte- nicht aus einem Tier namens "Yamok" gewonnen (ein solches gibt es nicht auf Cardassia Prime), sondern aus der ausgekochten Unterhautschicht des Kl'tra, welche mehrere Wochen mit verschiedenen Gewürzen und Gemüse zieht, bevor sie -mit frischen Gemüsesäften versetzt- noch einmal aufgekocht und dann abgefüllt wird. Eine Besonderheit der Yamok-Sauce besteht darin, dass sie mit zunehmendem Alter besser, wertvoller und noch geschmackvoller wird. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass Menschen sie nur in ganz frischem Zustand mögen, sie nach wenigen Tagen für sie jedoch ungenießbar wird, was sehr schade ist.

Ein Nationalgericht ist Tojal in Yamok-Sauce. Taspar-Eier sind wie alles, was die Cardassianer schätzen, funktionell und von besonderer Ästhetik. Das Ei des Taspar ist so ausgewogen, dass es aufrecht auf eine ebene Unterlage gestellt werden kann und in dieser Position verharrt. Die Schale ist von einer Art Gitter durchzogen, das dem Ei die ungewöhnliche Stabilität verleiht und das bis zu einem gewissen Grade deformiert sein kann, ohne zu zerbrechen. Die Cardassianer bewundern es als Symbol für Festigkeit, Ausgewogenheit und Flexibilität. Der Grund dafür liegt in der Angewohnheit des Taspar, auf terrassenartigem Untergrund zu brüten, auf dem die Eier immer wieder aus dem inneren Gleichgewicht geraten und Stürze von bis zu einem halben Meter aushalten müssen. Für die ästhetikbegeisterten Cardassianer bedeutet das nicht nur ein Objekt von besonderer Schönheit, zugleich repräsentiert es die Funktionalität, zu der die Cardassianer eine nur bei wenigen Kulturen existierende ausgeprägte Beziehung haben.

Die Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten für Taspar-Eier ist grenzenlos, wobei zu berücksichtigen ist, dass in der cardassianischen Kultur auch das Verzehren eines Taspar-Eies während eines bestimmten Rituals bereits als ein eigenständiges Rezept angesehen wird. Die Kochbuchreihe "Taspar-Eier" umfasst mittlerweile über siebzig Bände, von denen jeder einen Umfang von weit mehr als 500 Seiten hat. Die in der Föderation weit verbreitete Ansicht, dass Cardassianer ungerne Gemüse essen, geht auf die Zeit der Besatzung Bajors zurück. Damals setzten die Cardassianer viele bajoranische Gemüse auf die schwarze Liste, da sie hochgradig gegen sie allergisch waren. Da die Bajoraner dies erkannten und versuchten, heimlich diese Lebensmittel gegen die Cardassianer einzusetzen, entschieden diese kurzerhand, alle Vorräte zu vernichten und die jeweiligen, den Rohstoff liefernden Pflanzen, auszurotten. In Wahrheit essen Cardassianer genau wie Menschen Gemüse oder Obst. Es gibt sogar eine ganze Vielfalt von Sorten. Neben einheimischen Pflanzen werden mittlerweile auch einige bajoranische Obst- und Gemüsesorten (sofern sie nicht gegen sie allergisch sind) in der Union angebaut. Dazu zählt beispielsweise die Rusk-Kartoffel oder Stangen-Iddo. Eine weitere cardassianische Spezialität sind Regova-Eier von einheimischen Geflügel-Arten. Beliebt ist daneben auch das Zabu-Steak. Cardassianer halten die Gewohnheit anderer Völker, Milch oder Käse ("das mit Mageninhalt eines Tieres geronnene Drüsensekret eines Tieres") zu essen für eklig. Sie trinken nur als Säuglinge Milch. Später nehmen sie proteinhaltige Säfte von Pflanzen an der Stelle von Milch zu sich.

Ein cardassianisches Grundnahrungsmittel ist Fisch, der vor allem in den beiden Ozeanen der Polregionen gefangen wird. Die Pole verfügen, im Gegensatz zum durchschnittlichen Wüstenklima auf Cardassia Prime, über ein gemäßigt-warmes Klima, so dass dort die Ausbreitung zweier tropischer Ozeane mit intensivem Korallenwachstum und Fischvorkommen begünstigt wurde. Da die Vorkommen natürlich seit langem nicht mehr ausreichen, um die gesamte cardassianische Bevölkerung zu versorgen, wird seit den letzten hundert Jahren vor allem auf Importe aus dem Rikhaha-System und Replikationen zurückgegriffen, während echter Polfisch mittlerweile unbezahlbar geworden ist und nur noch zu besonderen Anlässen verzehrt wird. Das klassische cardassianische Frühstück besteht aus kalter trüber Fischsuppe, welche -je nach Region- leicht säuerlich bis scharf gereicht wird. Heiße Fischsuppe wird für gewöhnlich als Vorspeise oder auch als leichtes Abendgericht gegessen.

Das wohl bekannteste cardassianische Getränk ist Kanar, welches alkoholhaltig und von sirupartiger Konsistenz ist. Je nach Jahrgang hat er eine grüne bis schwarze Farbe. Junger Kanar reift bis zu fünf Jahren in Lambatholzfässern. Ältere und wertvolle Jahrgänge können bis zu einhundert Jahre alt sein, danach büßt der Kanar allerdings seine Trinkbarkeit ein. Er schmeckt, je nach Jahrgang, süß-bitter bis bitter.

Mode: Was ihre Kleidung angeht, bevorzugen Zivilisten auf Cardassia gedeckte Farben und oft zwei verschiedene Stoffe an einem Kleidungsstück. Männer tragen eng anliegende Anzüge und Frauen lange Kleider. Militärische Uniformen sind schwarz. Über einem Overall wird eine Art Rüstung getragen, die aus Teilen für Torso, Brust und Arme besteht. Hinzu kommen Metallstiefel und Schienbeinschützer. Der Kommunikator befindet sich in einem Band am Handgelenk. Während die Frisuren cardassianischer Männer sehr schlicht sind -sie tragen ihre Haare kurz und nach hinten gekämmt-, können Frauen sehr viele Variationen tragen. Am häufigsten sind lange Haare, die in der Flotte von den Frauen in drei Zöpfe geflochten werden. Zivilistinnen strecken und flechten sich oft sehr komplizierte Frisuren, die traditionelle Bedeutung haben.

Bäder und Saunen Als Reptilien lieben Cardassianer es, zur Entspannung auf heißen Steinen zu liegen. In jedem cardassianischen Garten wird man beheizbare Steine finden. Oftmals sind sie umgeben von einem Pool heißen Wassers und man kann von ihnen den Blick in den wunderschönen Garten genießen. Neben diesen Freiluftbädern nehmen die Cardassianer grundsätzlich jeden Tag ein heißes Bad. Dabei empfinden sie die durchschnittliche Wassertemperatur von 55° bis 65 °C als sehr entspannend, während Menschen sich bei diesen Temperaturen verbrennen würden. Neben diesen täglichen Bädern gönnen sich die Cardassaner ab und an ein Kräuterbad. Zu diesen Reinigungs- und Entspannungszeremonien gehören auch die rituellen Entspannungs- und Erholungstätten in einer cardassianischen Felsenhöhle, in der sich auf dem Boden ein steinernes Plateau zum Hinlegen und an der Decke eine Aufheizungsvorrichtung zur Erhitzung der Steine befindet. Vor allem für die Wärme liebenden Cardassianer ist die cardassianische Sauna mit ihrer stickigen Luft und der fast unerträglichen Hitze ein wahrer Hochgenuss, um etwas für die körperliche Fitness zu tun und sich gleichzeitig ungestört unterhalten zu können, nachzudenken oder einfach nur auszuspannen.

Kotrahäuser In fast jeder cardassianischen Stadt gibt es ein Kotrahaus, wo man bei einem gemütlichen Rot-Blatt-Tee das komplexe Korta-Spiel spielen kann. Gerne sieht man auch einfach nur den Partien der Meister zu.

Politik

Der Sep´tarin-Krieg hatte schwere Folgen für die Cardassianische Union gehabt. Es hatte viele Tote, Verwundete, Vermisste und Gefangene gegeben; zahlreiche Städte und ganze Kolonien waren verwüstet worden. Daher war die vordringlichste Aufgabe der Regierung nach dem Sep´tarin-Krieg, die Kriegsfolgen zu lindern. Aber die Cardassianer sind ein hartes, raues und effizientes Volk. Das haben sie in der Geschichte immer wieder bewiesen. Viele schwere Zeiten und Prüfungen hat Cardassia schon gesehen, aber aus jedem Schicksalsschlag sind die Cardassianer gestärkt hervorgegangen. Es liegt nicht in ihrer Natur zu verzagen, wie es Schwächlinge tun. Daher sind die schlimmsten Kriegsfolgen mittlerweile überwunden und die Cardassianische Union befindet sich in einem sich beschleunigenden Wiederaufbauprozess. In den meisten Städten haben die Cardassianer schon alle Trümmer beseitigen können und die Häuser wiederaufgebaut. Die Familienzusammenführung ist abgeschlossen. Das größte Problem ist der Kapitalmangel. Die Cardassianer müssten effizientere Techniken einsetzen, um aus den geringen Rohstoffen ihrer Heimatwelt mehr machen zu können. Das cardassianische Volk ist sehr intelligent und erfindungsreich, aber sie brauchen Geld, um ihre Universitäten zu fördern und Innovationen zu schaffen. Gerade durch die Zerstörung scheint es die Möglichkeit zu geben, Cardassia in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Schon heute sind viele Künstler nach Cardassia City gekommen, um den gesamten Tarlak-Bezirk und die umliegenden Bezirke aufzubauen. Auch kulturelle Angelegenheiten werden durch den Wiederaufbau nicht zurückgestellt, da gerade eine Wahrung der cardassianischen Werte und die Versorgung der Bevölkerung mit Kultur Abwechslung vom schrecklichen Alltag bietet und es wichtig ist, dass diese hohen Werte ihrer Gesellschaft nicht verloren gehen. Der bemüht sich nach wie vor, die kulturellen und intellektuellen Errungenschaften und Leistungen Cardassias zu wahren. Er sorgt dafür, dass auf Cardassia auch künftig die Kunst gefördert wird und dass solcherlei Begabungen schon bei Kindern im jüngsten Alter erkannt und gezielt gefördert werden. Gemeinsam mit dem kümmerte sich der Kulturrat weiterhin um die intensiven Trainingsprogramme zur Schulung des Geistes. Innere Reformen werden durchzuführen und die zivile Regierung setzt sich gegen die Reaktionäre durch. Die nächsten Jahre werden noch hart sein, doch auch wenn eine schwere Zeit dem voran gehen wird, haben die Cardassianer immer noch ein riesiges Territorium, die schnellste Schiffsproduktionsfrequenz unter den vier Mächten und die größte Bevölkerung nach der Föderation.

Demokratisierung Demokratische Wahlen zu einem zivilen Parlament wurden von der Übergangsregierung bei SD 51215 ausgeschrieben und einige Monate später durchgeführt. Auch institutionelle Reformen wurden durchgeführt. Diese betreffen vor allem den D'tapa-Rat, das Zentralkommando und den Obsidianischen Orden. Fortan wird das eine zivile, gewählte Regierung sein, während der seine Aufgabe als Parlament der Cardassianischen Union zurückerhält. Der soll zu einer Regierungseinheit umfunktioniert und nie wieder gegen das eigene Volk eingesetzt werden. Die alten Militärs wollen die Reformen verhindern, weil es ihre Macht endgültig zerstören würde. Diese Reformbemühungen sind, wie die Übergangsregierung selber, ständig von den reaktionären Kräften bedroht. Dabei versuchen diese, Ressentiments gegenüber der Föderation zu schüren oder der Regierung die Schuld an der schlechten wirtschaftlichen Lage zuzuschieben und behaupten, eine Militärregierung könnte das Problem schneller lösen, weil Miarok bzw. eine demokratische Regierung viel zu viel Wert auf Diskussionen legen würde. Auch wirft die Opposition der Regierung Verrat vor, weil diese mit der Föderation zusammenarbeitet, die für die Reaktionäre ein Haufen von Lügnern und Betrügern ist, und weil die Regierung auf Aussöhnung mit Bajor setzt, was einem Schuldeingeständnis und dem Verzicht auf das Wurmloch gleichkommt.

Auslieferung von Kriegsverbrechern: Im Sep´tarin-Krieg haben Cardassianer (aber auch Romulaner) Kriegsverbrechen begangen. Die Auslieferung dieser Kriegsverbrecher ist heiß umstritten, weil die cardassianische Tradition es verbietet, Cardassianer in die Hände von Fremden fallen zu lassen. Auch verbietet es die Tradition der Cardassianer durch Aliens richten zu lassen. Andererseits sieht die Übergangsregierung ein, dass schweres Unrecht geschehen ist, das gesühnt werden muss, und sie will die Verbrecher bestrafen, weil das Dulden solcher Leute den Staat vergiften und jede echte Reform sabotieren und jede Hoffnung auf Wiederaufbauhilfe vernichten würde. Die Kriegsverbrecher selber, konservative Revanchisten und deren Familien und Anhänger, sind dagegen und versuchen alles, um das zu verhindern.

Die Cardassianer sind sehr vorsichtig und kühl kalkulierend was die Kontaktaufnahme zu anderen Mächten angeht und werden alles daran setzen, mit Spitzfindigkeiten und intrigenhaften Charakteristika etwaige Schwächen ihrerseits auszugleichen bzw. sich Vorteile aus bestimmten Konstellationen herauszuschlagen. Ihr Auftreten kann freundlich oder feindselig sein, abhängig von ihrem Gegenüber.

Dank der großzügigen Hilfe der Föderation nach dem Sep´tarin-Krieg hat sich die Beziehung der Cardassianischen Union zur Föderation weitgehend entspannt. Die humanitäre Hilfe bedingte eine vorsichtige Öffnung der bisher abgeschottet lebenden Union, die nun aktiv in einem Kultur- und Wissenschaftsaustausch weitergefördert wird. Die beiden Mächte vereinbarten, ihre Beziehungen nach dem Sep´tarin-Krieg auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Der Friedensvertrag beinhaltet die Auslieferung cardassianischer Kriegsverbrecher an die Föderation und ihre Verbündeten und politische Reformen, während die Föderation im Gegenzug Hilfe für die Not leidende cardassianische Bevölkerung und zum Wiederaufbau zugesagt hat. Dieser Vertrag sieht Rüstungsbeschränkungen für die Cardassianische Union vor, aber noch ist unklar, ob sie sich tatsächlich daran halten wird.

Neben der Zusammenarbeit auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiete sind vertiefte politische Beziehungen zwischen beiden Staaten erwünscht. Insbesondere ist die Föderation daran interessiert, den Prozess der Demokratisierung weiter zu unterstützen. Dies würde aber von Legat Miarok abgelehnt, der sich eine Einmischung fremder Staaten in die cardassianische Innenpolitik, selbst wenn sie ihm zum Vorteil gereicht, ablehnt. Auf intergalaktischer Ebene aber ist er durchaus zu einer vertieften Zusammenarbeit bereit, da die Cardassianische Union aufgrund ihrer gegenwärtigen Schwäche ein Interesse an einem stabilen Quadranten hat. Deshalb haben die Föderation und die Cardassianische Union einen Vertrag ratifiziert, der folgendes beinhaltet: Einen Nicht-Angriffspakt; die Verpflichtung, nicht die Bemühungen Dritter Staaten gegen Cardassia oder die Föderation zu unterstützen; gegebenenfalls auch Warnungen vor kriegerischen Absichten fremder Mächte; gegenseitige Hilfeleistungen im Katastrophenfall; die Möglichkeit von privaten Geschäftsleuten in jeweils anderes Land zu investieren und verstärkte Zusammenarbeit am bajoranischen Wurmloch.

Die Beziehung der UFP zu Cardassia ist neutral bis freundlich. Dies ist nicht nur ein Verdienst der vergangenen wirtschaftlichen Hilfsaktionen seitens der UFP, sondern auch durch ein Geschenk der cardassianischen Regierung an Bajor begründet. Zudem ist Cardassia prinzipiell bereit, zwischen der UFP und dem Klingonischen Imperium zu vermitteln.

Beziehung zum Romulanischen Sternenimperium: Die Beziehung der Cardassianischen Union zum Romulanischen Sternenimperium ist aufgrund des Sep´tarin-Krieges noch frostig. Während die Cardassianer diesen Krieg zwar als Unglücksfall, aber letzten Endes als Befreiungsschlag gegen die romulanische Ausbeutung sehen, erinnern sich die Rihansu vor allem an die militärische Gewaltsamkeit der Cardassianer und Sep´tarin in diesem Krieg. Dennoch sind sich beide Staaten darüber im Klaren, dass sie Frieden miteinander halten, nach Möglichkeit zusammenarbeiten müssen. Darum haben sie dem Waffenstillstand ein Friedensvertrag folgen lassen. Dieser beinhaltet: Die Anerkennung der Kriegsschuld durch die Cardassianer, aber Romulus erkennt an, dass die Sep´tarin die Anstifter dieses Krieges waren. Die Wiederherstellung der alten Grenzen und einen Kriegsgefangenenaustausch eins zu eins. Cardassia musste Reparationen zahlen. Auf Grundlage dieses Vertrages versuchen Romulus und Cardassia nun ihre Beziehungen neu zu ordnen. Dies ist angesichts der Spannungen zwischen den Klingonen und der Föderation umso wichtiger.

Beziehung zum Klingonischen Reich: Nachdem die Klingonen und Cardassianer ihren kalten Krieg beendet haben und der Obsidianische Orden dem Kanzler gegen eine gefährlichen inneren Feind geholfen hat, sind die Beziehungen als positiv, wenn auch nicht sehr eng zu beschreiben. Die Klingonen befürchten aber Spionage durch den Orden.

Beziehung zur Ferengi-Allianz: Cardassia und Ferenginar haben einen Handelsvertrag geschlossen und die reformorientierte Politik der Ferengi wird von den Cardassianern begrüßt. Traditionell gehören die Ferengi zu den Händlern, die recht häufig in der Cardassianischen Union anzutreffen sind.

Beziehung zum Dominion: Zum Dominon gibt es keine offiziellen Beziehungen. Wegen der Übergriffe auf cardassianisches Gebiet der mit dem Dominion verbündeten Breen im Krieg zwischen der Föderation und dem Dominion betrachten die Cardassianer das Dominion als Feinde. Dementsprechend werden die Gründer, die Jem'Hadar und die Vorta vom Obsidianischen Orden beobachtet. Im Moment scheint allerdings keine Gefahr vom Dominion zu drohen, weil die Wurmlochaliens (Propheten) das Wurmloch für das Dominon unpassierbar gemacht haben. Für eine eventuelle Konfrontation mit dem Dominion ist die Cardassianische Union allerdings relativ gut gerüstet, da die Sep´tarin weitreichende Informationen und Technologien gegen das Dominion mit ihnen getauscht hatten.

Beziehung zu den Sep´tarin: Auch wenn die Sep´tarin im Krieg die Verbündeten der Cardassianer waren, so planten sie doch von Anfang an, nach dem Sieg über die Föderation und die Romulaner, auch die Cardassianer zu unterwerfen. Wie wenig gleichberechtigt die Allianz war, wurde im Laufe des Sep´tarin-Krieges immer deutlicher, als Sep´tarin-Einheiten sich zurückhielten, während mehr und mehr cardassianische Raumschiffe geopfert wurden. Es bildete sich eine cardassianische Widerstandsbewegung, die ausmachte, das Zentralkommando zu stürzen und die Sep'tarin gefangen zu nehmen. Als der Krieg für die Union und die Sep'tarin immer schlechter stand, verrieten die Sep'tarin ihre Verbündeten, indem sie sich überraschend zurückzogen. Zuvor allerdings richteten sie schwere Verwüstungen auf Cardassia Prime an. Aus diesen Gründen betrachten die Cardassianer die Sep`tarin heute als Feinde. Sollte sich noch einmal ein Sep`tarin nach Cardassia wagen, müsste er damit rechnen, gelyncht zu werden.

Beziehung zu den Breen: Wegen der Übergriffe auf cardassianisches Gebiet der mit dem Dominion verbündeten Breen im Krieg zwischen der Föderation und dem Dominion, betrachten die Cardassianer die Breen als Feinde. Nachdem die Breen mit dem Dominion gebrochen haben und die Cardassianer im Sep´tarin-Krieg geschwächt wurden, herrscht ein kalter Kriegszustand.

Beziehung zu Bajor: Diese beiden Staaten verbindet eine lange, tragische Geschichte, doch es sieht so aus, als wenn nach diesen langen Jahren der Feindseligkeiten eine Versöhnung zustande kommen könnte. Insbesondere durch den Einsatz des bajoranischen Botschafters Vedek Rano Voti hat Bajor Cardassia nach dem Sep´tarin-Krieg geholfen. Diese Großzügigkeit ist nicht unbeantwortet geblieben. Die Cardassianische Union ist der Forderung der Bajoraner nach Auslieferung der Kriegsverbrecher der Besatzungszeit nachgekommen und half durch die Öffnung von Archiven, das Schicksal während der Besatzungszeit "verschwundener" Bajoraner zu klären. Im Rahmen des Abkommens mit der Föderation werden Bajor und Cardassia in Zukunft am Wurmloch enger zusammenarbeiten.

Wirtschaft & Handel

Die cardassianische Wirtschaft ist zu umfangreich, um die hier zu beschreiben. Daher nur einige Beispiele: Groß-Replikatoren, Raumschiff-Raumstation-Produktion, pharmazeutische und Nahrungsproduktion, Asteroidenbergbau, Anti-Materie-Produktion, Deuteriumraffinierung, Dolamidveredelung, Acelon-Raffinerie, Terraforming... Die Cardassianer sind in geschäftlichen Dingen rational und kühl kalulierend. Sie sind vorsichtig im Handel mit anderen Völkern, aber laut Aussagen von Ferengi, die schon seit hundert Jahren Geschäfte mit den Cardassianer machen, faire und anständige Geschäftspartner. Cardassianer hassen es Schulden zu machen. Im Außenhandel sind sie zurückhaltend, aber sie haben Handelsverträge mit den Ferengi, der Föderation, den Klingonen, der Thar'gusianischen Union, den Kirenda, den Zirgosianern und mehren kleineren Völkern. Wirtschaftsbestimmungen und Zollkontrollen der Cardassianer sind sehr streng. Cardassianer werden alles tun, um ein Außenhandelsdefizit zu vermeiden. Innerhalb der Cardassianischen Union sind insbesondere die Lissepianer, Mitglieder der Cardassianischen Union, für ihre Geschäftstüchtigkeit bekannt. Sehr viele verschiedene Produkte. Unter anderem: Rulot-Samen: Ein landwirtschaftliches Produkt, das üblicherweise im cardassianischen Raum verschifft wird. Phirasbäume - fruchttragende Bäume (haben im Frühling wunderschöne Blüten)

Sonstiges

Warum wurde ein so friedliches Volk wie die Cardassianer aggressiv? Der Grund für das heutige Verhalten der Cardassianer liegt in einer Tragödie in der Vergangenheit. Cardassia Prime war nie ein besonders rohstoffreicher Planet. Aber nach der Landung der Bajoraner begann ein überaus rasanter und Ressourcen verschwendender Aufbau der Weltraumforschung. Die Cardassianer setzten alles daran ebenfalls durch das All zu fliegen. Dabei verbrauchten sie die Ressourcen ihres Planeten. Folge der Ressourcenknappheit war eine einzigartige Wirtschaftskrise. Die Wirtschaftstätigkeit ging zurück, die Preise jagten in die Höhe und Hunger breitete sich aus. Bald begann die blühende Republik zu zerfallen. Politische Strukturen - gut und gerecht - wurden durch die Not korrumpiert und der Staat verfault von innen bis sich die Mitgliedsländer abzuspalten begannen. Die Spaltung wurde mit der Not häufiger. Bald waren es Provinzen, dann Städte und schließlich einzelne Rotten, die miteinander um die letzten verbleibenden Ressourcen kämpften. Die Religion, für die das cardassianische Volk einst berühmt war, galt nichts mehr. In dieser Lage erschien das Militär als einziger Ausweg. Nur durch die Machtübernahme des Militärs konnten die Räuberbanden und die Kriegsfürsten besiegt und wieder ein funktionierender Staat errichtet werden, der den Hunger und die Seuchen bekämpfen konnte. Die Militärs waren überzeugt, dass nur die Raumfahrt und die Eroberung neuer Territorien dem cardassianischen Volk einen Ausweg aus ihrer Not bieten konnte. Tatsächlich verbesserte sich die Lage, nachdem es dem Militär gelungen war die Ordnung wieder herzustellen und das Heimatsystem und die angrenzenden Systeme zu kolonisieren. Wenige Jahre später, gerade als sich die Situation zu normalisieren begann, ereilte die Cardassianer eine neue Tragödie. Sie wurden von fremden Aliens überfallen. Damals hätte die geheimnisvolle und scheinbar aggressive Spezies der Sumitai die Cardassianer beinahe ausgerottet. Dies bewirkte eine Schockreaktion. Der Krieg mit den Sumitai fiel in eine Zeit, in der D'tapa-Rat und Militär um die Vorherrschaft rangen. Der D'tapa-Rat wollte zu den alten demokatischen Tradition zurückkehren, aber als die Sumitai die Union überfielen, brauchte man das Militär und so wurde nicht nur der Krieg gegen die Sumitai, sondern auch der interne Machtkampf vom Militär für sich entschieden.

Copyrights & Credits

Urheber der Spezies:
Quelle : SFG-Archiv, RKOM
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Dieser Artikel wurde erarbeitet und eingetragen von Mike_reed.



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